Corona: Wie die Manipulation der Medien funktioniert

Erfahrungsbericht von Dr. Andreas Heisler

Seit Beginn der Corona-Pandemie setzt er sich für einen offenen Diskurs zwischen Ärzten, Wissenschaftlern und Politikern ein. Er hat auch, zusammen mit Ärzte-Kollegen, den Verein Aletheia, „Medizin und Wissenschaft für Verhältnismässigkeit“, gegründet.

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Dr. Andreas Heisler, geboren am 23.03.1968 in Pforzheim, Deutschland, absolvierte das Studium der Humanmedizin an der Albert-Ludwig-Universität in Freiburg im Breisgau. Anschließend arbeitete er in Freiburg für fünf Jahre in einer eigenen Praxis. 2009 ließ er sich in der Zentralschweiz nieder, wo er seit 2013 in der eigenen Hausarztpraxis in Ebikon tätig ist. Daneben war er während 12 Jahren Dienstarzt in der Notfallpraxis im Luzernen Kantonsspital und Heimarzt in verschiedenen Pflegeheimen. Seit Beginn der Corona-Pandemie setzt er sich für einen offenen Diskurs zwischen Ärzten, Wissenschaftlern und Politikern ein. Daher hat er auch, zusammen mit Ärzte-Kollegen, den Verein Aletheia, „Medizin und Wissenschaft für Verhältnismäßigkeit“, gegründet. In den Medien wird er als Corona-Skeptiker und Lügenarzt betitelt und durch verschiedenste Ereignisse wurde ihm im Februar dieses Jahres die Berufsausübungsbewilligung für vier Monate entzogen. Nun möchte Kla.TV Dr. Andreas Heisler gerne selbst zu Wort kommen lassen.

Interview:
Interviewer: Herzlich willkommen, Herr Dr. Heisler! Schön, dass Sie uns besuchen hier bei Kla.TV.

Herr Dr. Heisler: Danke, dass ich da sein darf.

Interviewer: Ja. Und vielen Dank auch, dass wir darüber sprechen können mit Ihnen, was in den letzten Wochen und Monaten bei Ihnen passiert ist. Wie ist es eigentlich dazu gekommen, dass Sie sich kritisch mit dem Coronavirus auseinandersetzen?

Herr Dr. Heisler: Ja, das ist eigentlich von Anfang an passiert, schon im März letzten Jahres. Wir waren ja alle gespannt, was kommt da auf uns zu. Es wurde ein riesen – ja, die Berichterstattung – ein riesen Bahnhof aufgemacht. Ich als Hausarzt, ich mache seit 16 Jahren Hausarztmedizin, und man erlebt pro Jahr zwei Grippewellen, also 32 Grippewellen habe ich schon hinter mir und dann kam diese, die so ganz besonders sein sollte und mit vielen Erkrankten, mit vielen Toten vielleicht sogar. Und dann ist was ganz Komisches passiert, nämlich, ich hatte plötzlich keine Patienten mehr in der Praxis, also viel weniger. Ich mache auch noch Dienst im Kantonsspital in Luzern, oder habe ich zu der Zeit gemacht. Das ist ein Zentrumspital, die wollten das auch umbauen wie so ein halbes Kriegslazarett und ja, ein riesen Ding. Und ich komme dann zum Dienst, Freitagabend, geplant, Ende März, und das Spital ist leer, in der Notfallpraxis – ich habe das auch schon elf Jahre gemacht – so leer habe ich es noch nie erlebt. Normalerweise muss man auch zu zweit arbeiten, zwei Ärzte. Den anderen habe ich gar nicht kommen lassen, weil ich gleich gemerkt habe, es läuft gar nichts und gar keine Infekte, sondern ...

Interviewer: War das schon während des Lockdowns, also im Ausgang?

Herr Dr. Heisler: Das war während – genau, das war direkt nach dem Lockdown. Ja und alle waren verängstigt und ich habe das dann dort erlebt. Dann habe ich parallel dazu die Berichterstattung erlebt und das hat bei mir dazu geführt, dass ich richtig Angst bekommen habe, weil ich gemerkt habe, nicht vor dem Virus müssen wir Angst haben, sondern es passiert irgendwas im Hintergrund. Weil, das kann nicht sein, dass so eine Berichterstattung gemacht wird, so viel Angst verbreitet wird und ich als Hausarzt an der vordersten Front erlebe nichts, nichts, weniger als … Und was mich besonders erstaunt hat, ist, dass das meine ärztlichen Kollegen nicht so erlebt haben, obwohl sie das Gleiche erlebt haben wie ich. Und das hat mich halt rasend gemacht.

Interviewer: Und wie haben die sich das erklärt, die Kollegen?

Herr Dr. Heisler: Ja, die sind bis zum heutigen Tag von dieser Berichterstattung und auch von dem, was von den Verbänden kommt, von der FMH bei uns, dieser oberste Medizinerverband, und dem BAG, so auch in dieser Massenhypnose mit drin, dass die nicht mehr wissen, was vorne und was hinten ist und dass da gar nichts passiert ist.

Interviewer: Aber die haben auch erlebt, dass keine Patienten da sind und das konnten die sich nicht erklären?

Herr Dr. Heisler: Nein, die haben mich … Also, ich habe dann als Erstes mal einen Brief geschrieben an den Gesundheitsminister da in Bern, wollte ihm die Welt erklären und sagen: „Ah ja, Sie brauchen gar keine Angst mehr haben, Herr Berset. Es ist gar nichts los und ich müsste es eigentlich sehen.“ Und ich wollte das – also ein bisschen flapsiger – ich habe das natürlich sehr höflich und respektvoll formuliert, um einfach zu zeigen, es ist ja nichts los. Antwort haben wir da nicht bekommen. Ich wollte eben über 70 Kollegen, die da im Kantonsspital auch ihren Dienst machen, mit einbeziehen, und letztendlich haben vier unterschrieben von weit über 70. Zehn haben noch geschrieben: „Du bist gefährlich, das kannst du nicht bringen.“ Und so bin ich dann praktisch da reingeraten, auch in diese ganze Widerstandsgeschichte. Und bis zum heutigen Tag habe ich keine einzige Welle erlebt. Also nicht anders als in den Jahren zuvor, ehrlich gesagt.

Interviewer: Ja, okay, ja. Interessant, ja! Können Sie uns bitte einen Abriss geben darüber, was bei Ihnen in den letzten zwölf Monaten genau passiert ist?

Dr. Heisler: Ja, da ist natürlich sehr, sehr viel passiert, weil es hat dann wie so eine unglaubliche Dynamik genommen. Ich habe diesen ersten Brief geschrieben, das war unbefriedigend, stand schon gleich in der Zeitung, wurde dann eben auch als Coronalügner, Coronaskeptiker bezeichnet. Dann ging das so weiter. Dann habe ich einen zweiten Brief geschrieben, da haben schon 80 Leute unterschrieben, aber aus der ganzen Schweiz, weil ich plötzlich Mails zurückbekommen habe. Das hatte ich gar nicht erwartet, von allen möglichen Leuten, zum Teil auch von Ärzten sogar, aber auch von ganz normalen Leuten, die gesagt haben: „Endlich sagt mal ein Arzt was und wagt sich an die Öffentlichkeit.“ Und all das hat sich dann verdichtet, dass irgendwas Gravierendes nicht stimmt, und dass man seine Meinung auch nicht mehr äußern darf, und dass man dann sofort angeschossen wird. Dann gab es eben noch zwei weitere Briefe und dann bin ich so in diese ganze Widerstandbewegung hineingekommen. Wir haben uns am Pfingstsonntag auf dem Rütli getroffen, da bin ich irgendwie eingeladen worden, da bin ich – das war grad so, dass ich da bekannt genug war.

Interviewer: Also Pfingstsonntag 2020?

Herr Dr. Heisler: 2020, ja und dort habe ich dann viele kennengelernt, die heute auch quasi die anderen Organisationen und Bewegungen mitgegründet haben. Und so hatte ich da von Anfang an Einblick. Und das hat mich dann, auch diese Erfahrung mit diesen Briefen, wo ich nicht von den anderen Kollegen ernst genommen worden bin, hat mich dazu bewogen: Ich muss mich vernetzen, auch als Arzt, und wir müssen was gegen diese Unverhältnismäßigkeit der Medizin und vor allem auch der Wissenschaft machen. Weil im Fernsehen wird ja immer behauptet: die Wissenschaft sagt! Und da wird mir schon wieder ganz schlecht, weil das ist nicht die Wissenschaft, das sind ein paar Wissenschaftler.

Interviewer: Das ist einseitig …

Dr. Heisler: Genau! Und das wird dann als die Wissenschaft, … und die Wissenschaft gibt’s gar nicht. Das ist immer ein dafür und dagegen und eine Vielfalt an Meinungen, und daraus ergibt sich dann Erkenntnis. Und das ist jetzt anders, jetzt wird die sogenannte Erkenntnis vorgegeben von ein paar wenigen ausgewählten, sogenannten Wissenschaftlern und die anderen werden verdrängt und zensiert und diffamiert, da gibt’s ja ganz viele Beispiele.

Und dann habe ich im Juli dann ein Ärztenetzwerk gegründet, das war damals noch aus sieben Personen bestanden. Das waren die Gründungsmitglieder. Also aus der ganzen Schweiz habe ich zu mir in den Garten eingeladen an einem schönen sonnigen Julisonntag. Und dann haben wir da dieses ALETHEIA gegründet, haben auch den Namen gefunden: ‚Aletheia‘, nach der Göttin der Wahrheit. Nicht weil wir die mit dem Löffel gefressen haben, sondern weil wir einfach gesagt haben, wir müssen dafür sorgen, dass es wieder einen offenen Diskurs gibt und dass wir die Wissenschaftlichkeit mitreinbringen wollen. Und das ist dann am Anfang langsam und dann immer schneller gewachsen. Und jetzt sind wir doch über 350 Ärzte und Wissenschaftler, es sind auch deutsche Kollegen dabei, und alle sind froh, dass es so was gibt. Und auch in letzter Zeit kommen ganz viele Neue dazu, wagen sich jetzt immer mehr aus der Deckung, weil sie eben merken, es muss was passieren. Das war im Juli, genau, und ich habe dann auch angefangen, Maskenatteste auszustellen und habe das relativ offensiv gemacht und dann ist dann im September der Blick (Zeitung) auf mich aufmerksam geworden, und dann ...

Interviewer: Darf ich kurz fragen: Die öffentlichen Medien kamen sofort, eigentlich nachdem Sie den Brief geschrieben haben an dieses Luzerner Krankenhaus?

Dr. Heisler: Genau. Nachdem ich den ersten Brief an den Berset geschrieben habe, war das schon in der Luzerner Zeitung gestanden.

Interviewer: Ah, nach dem Brief an Berset.

Dr. Heisler: Ja, genau. Da sind die schon auf mich aufmerksam geworden. Der Brief ist denen zugespielt worden, bevor der eigentlich abgeschickt war. Man staunt dann, wie das läuft, gell!

Interviewer: Ist das der Brief, den Sie vorher an die 70 Kollegen geschickt haben?

Dr. Heisler: Genau, genau. Und irgendwie ist da wieder einer gewesen, und dann war das schon in der Zeitung gestanden. Und da hatte ich dann noch schlaflose Nächte, weil ich gedacht habe, was passiert jetzt mit mir und werde ich jetzt zerrissen. Also, man hat schon diese ganze Stimmung gemerkt damals. Und eben, dann fing das an – im Blick (Zeitung) wurde es dann ganz brutal – da wurde es dann schweizweit, was ich da für ein schlimmer Arzt bin. Die haben allerdings dann nur Werbung für mich gemacht, und ich habe dann so viele Maskenatteste-Anfragen bekommen, unvorstellbar. Wir wurden dann auch so ein bisschen als die Praxis eher bekannt, die so ein bisschen der Kummerkasten der Nation ist. Was wir an schrecklichen Meldungen bekommen haben, diese ganzen Schicksale, die diese Maßnahmen zur Folge hatten. Also es ist dann auch für mich und meine Mitarbeiterin psychisch nicht immer ganz einfach zu verkraften.

Interviewer: Können Sie zwei, drei Beispiele nennen von Schicksalen?

Dr. Heisler: Also, da sieht man dann einfach – ein Junge, der irgendwo hier in der Ostschweiz, glaube ich, wohnhaft ist, der Epileptiker ist, und seit er die Maske dann tragen musste, jede Nacht epileptische Anfälle gehabt hat. Und er ist dann zum Hausarzt gegangen, hat kein Attest bekommen. Er ist zur Neurologin gegangen, hat kein Attest bekommen und erst von mir hat er das Attest dann bekommen. Also, das ist so unglaublich unvorstellbar, was da auch Ärzte machen, unterlassene Hilfeleistung. Also, die müssen sich irgendwann mal alle rechtfertigen dafür. Es ist für mich so was von unverständlich. Ich meine, unser erster Auftrag als Arzt ist, nicht schaden! Ja, das ist schon seit der Antike so. Wir haben ja gar nicht hohe Ansprüche, es geht jetzt noch nicht mal ums Helfen, Heilen, Gesundmachen, sondern es geht ums nicht Schaden! Und das nicht Schaden bedingt doch, dass ich mich auch hinstelle, selbst wenn ich jetzt befürchten muss, dass irgendjemand, der Kantonsarzt, oder keine Ahnung wer, darauf aufmerksam wird, dass ich sage: „Hier habe ich nichts weiter gemacht als meine ärztliche Pflicht.“ Und wenn ich das nicht machen kann, dann ist was faul im Staate Dänemark, das muss man ganz klar sagen. Und dergleichen mehr, ich meine, was ich auch alleine in Pflegeheimen erlebt habe, es geht ja immer gegen die Schwächsten in der Gesellschaft, gegen die Kleinen und gegen die ganz Alten, oder? Um sie zu schützen hat man sie ja zu Tode gequält, zum Teil. Also, was ich dann im November, Dezember noch mitbekommen habe – ich habe die Demenzabteilung betreut. Mit Maske Demente behandelnd, funktioniert ja gar nicht. Dann auch die einzusperren, nur weil irgendjemand einen positiven Test hat, vielleicht gar keine Symptome, und also (Interviewer: Ist unmenschlich eigentlich …) unmenschlich. Dann stürzen die, dann sterben sie dann an einer Oberschenkelhalsfraktur. Ich habe nicht mehr gewusst, was ich machen soll. Und ja, dann war da so ein Pressehype, dann war ich schon … und dann war, Ende Dezember war dann eben, dass die angefangen haben zu impfen, also in Anführungsstrichen, mit dieser Impfung. An Heiligabend haben die hinter meinem Rücken die Dementen durchgeimpft. Zum Teil haben die dann selber …

Interviewer: Die haben Sie gar nicht informiert darüber?

Dr. Heisler: Nein, nein, nein! Es hieß dann irgendwann mal, ja wir fangen mal an zu impfen, aber dass das dann am Heiligabend losgeht, das habe ich nicht mitbekommen. Und dann haben die zum Teil selber unterschrieben, obwohl sie ja gar nicht einwilligungsbefähigt sind. Einfach alle durch, (Interviewer: unglaublich …) und nach fünf Tagen ist dann eben einer von denen gestorben. Und als ich dies dann an die Öffentlichkeit gebracht habe, habe ich die zweite Welle der Diffamierung erlebt in der Presse, dass ich gemerkt habe, ja, wer gegen diese Spritze ist und dagegen argumentiert, dem wird das Leben zur Hölle gemacht.

Aber das hat dazu geführt, dass die Praxis geschlossen wurde und ich wurde dann verpflichtet, die Maske zu tragen in der Praxis. Das haben wir dann auch gemacht, sind dauernd von der Polizei kontrolliert worden. Also, das ist sehr erniedrigend, wenn man sich noch nie etwas zuschulden hat kommen lassen, dass dauernd irgendwelche Leute da reinkommen und einen kontrollieren. Es gab aber keine Beanstandung, aber am letzten Tag dieser Praxisschließung war bei mir noch das Schweizer Fernsehen in der Praxis und hat mich und meinen Kollegen, den Rainer Schregel interviewt. „Ja, wir wollen der anderen Seite auch eine Stimme geben und Sie sind ja so ein toller Arzt, ich habe mich genau informiert, das ist ja super mit Ihnen.“ Und dann hat er zwei Stunden bei uns dann ein Interview gemacht und hat dann zwei Minuten rausgeschnitten, die halt für mich ungünstig waren und haben mich total als Lügenarzt bezeichnet und geframt und haben dann eben noch angefragt beim Kantonsarztamt: „Ja, was macht ihr jetzt eigentlich gegen den?“ Also die haben richtig eingepeitscht und scharf gemacht. Das habe ich öfter schon erlebt, dass das die Strategie der Presse ist, dass die Behörden dann erklärt bekommen, was sie zu tun haben. Und dann konnte der arme Kollege Kantonsarzt gar nicht anders, als mir die Berufsausübungsbewilligung dann trotzdem zu entziehen, obwohl wir uns an alle Maßnahmen gehalten hatten. Und dann hat mir die Polizei wieder einen eingeschriebenen Brief in die Praxis gebracht und da habe ich erfahren, dass mir praktisch die Existenz zerstört wird. Weil, wenn man nicht arbeiten kann, kann man keine Praxis führen. Gott sei Dank habe ich Kollegen gefunden, auf die Schnelle, das geht normalerweise gar nicht, findet man keine Ärzte, aber dadurch, dass ich bekannt war und dann gewisse Verbindungen hatte, konnte ich den Praxisbetrieb aufrechterhalten, dass ich niemanden entlassen musste usw. Und nach fünf Monaten bin ich dann mal beim Kantonsarzt vorbeigegangen, weil ich gemerkt habe, der kommt aus der Nummer gar nicht mehr raus, und habe ihm dann ein bisschen einfach meine Gesprächsbereitschaft angeboten und nach dem Gespräch habe ich dann die Bewilligung wieder bekommen. Jetzt arbeite ich seit Juli wieder.

Interviewer: Jetzt ist es so, in den Medien nennt man Sie ja Coronaskeptiker und auch in der Rundschau, die Sie schon erwähnt haben, wo man Sie und den Kollegen Dr. Schregel, weil sie über Sie beide berichtet hat, hat man Sie so betitelt. Was sagen Sie eigentlich dazu, wenn man Sie Coronaskeptiker nennt?

Dr. Heisler: Ja, ich glaube, das ist so ein plakativer Begriff wie Verschwörungstheoretiker usw., dass man einfach in so eine Ecke gestellt wird, sowie an den ganzen Demos – und ich war an sehr vielen Demos, muss ich sagen – alles Rechtsradikale sind usw. Das ist einfach diese Schubladisierung, damit eben solche Fronten aufgebaut werden. Ich meine, wir erleben ja die Spaltung der Gesellschaft jetzt bis auf dem Höhepunkt, durch geimpft und nicht geimpft und was passiert da noch alles. Das kommt sicher nicht von unserer Seite, wir versuchen diese Gräben zu überwinden, aber man wird halt einfach dort in diese Ecke gedrängt, in diese Ecke gestellt. Und der Begriff Coronalügner oder Coronaskeptiker ist so ein Schwachsinn, weil ...

Interviewer: Stimmt, man hat Sie auch sogar als Lügenärzte in dieser Sendung bezeichnet.

Dr. Heisler: Ja, genau. Ja, ich meine, man ist dann ein Lügenarzt, wenn man die Wahrheit sagt, das finde ich so gravierend.

Interviewer: Das ist völlig verdreht!

Dr. Heisler: Ja, das ist wirklich … – Was wir ganz häufig jetzt mit diesem Narrativ erleben, dass die Impfung sicher sei und die sicherste Impfung, die wir je hatten und so. Es gibt so Sachen, wo es total verdreht wird. Und auch diese Maßnahmen, die schützen sollen! Und alle haben unsere Gesundheit geschädigt. Also, wenn man sich nicht mehr begegnen darf, wenn man sich nicht mehr in den Arm nehmen darf, die Hand geben darf. Wenn man zuhause eingesperrt wird, keine Bewegung hat, und die Maske natürlich auch. Es ist erstens unmenschlich und es ist auch für unser Immunsystem hochgradig gefährlich. Und es wird alles nur verschlimmert und verschlechtert dadurch, und immer unter dem Vorwand – wir wollen nur das Beste für eure Gesundheit und bleiben Sie gesund! Wenn ich das schon lese: „Bleiben Sie gesund,“ dann krieg ich wirklich fast einen anaphylaktischen Schock, also das ist wirklich ganz, ganz schlimm, wie das verdreht wird. Und wenn man jetzt sich hinstellt, ja, und vielleicht den Mut beweist und sagt: „Ja, hier stimmt was nicht, und schaut doch mal hin, und warum machen wir das eigentlich?“, dann wird man als Lügenarzt bezeichnet. Und wenn man dagegen klagt, wenn man dagegen klagt, dann gibt es eine Nichtanhandnahme-Erklärung durch die Staatsanwaltschaft, weil man sagt: „Ja, das ist ja jetzt so ein bisschen pauschal und das ist ja nicht so schlimm.“

Interviewer: Also das heißt, die haben das gar nicht ernst genommen?

Dr. Heisler: Die haben das gar nicht ernst genommen? Nein, die sagen, ja, da gibt es dann wieder irgendwelche Gerichtsurteile usw. Ich merke einfach, weil ich auch sehr, sehr viel mit Juristen zu tun habe, dass auch unser Rechtsstaat nicht mehr richtig funktioniert. Das zeigt sich wirklich auch an meiner Person, weil, ich war am letzten Mittwoch zu einer polizeilichen Einvernahme. Als das rauskam, da war ich natürlich zwei, drei Tage wirklich, muss ich sagen – ich habe sonst wahrscheinlich wirklich gut Nerven – aber da ist man erstmal so ins Bodenlose gestürzt. (Interviewer: Das ist ein Schock wahrscheinlich.) Ja. Und ich meine, ich habe damit gerechnet, es kam nicht so unvorbereitet, ich habe es ja auch ein Stück weit provoziert, muss man sagen. Aber das ist dann nicht so, dass man sich wie ein Hund schüttelt und dann ist das wieder vorbei, sondern man muss erstmal sich wieder fassen. Und dann habe ich gesagt, ok und jetzt müssen wir Gas geben und dann habe ich das halt so in die Kanäle gegeben, über Telegram usw. Und dann gab es am Montagabend in Ebikon, Anfang März, eine Kundgebung für mich, spontan, (Interviewer: ah, wow!), mit vier-, fünfhundert Leuten, sind aus der ganzen Schweiz angereist, natürlich viele meiner Patienten und das war also für mich natürlich ’ne Riesensache, wenn man dann merkt, dass man so ’nen Rückhalt hat, und dann sind die da ’ne Stunde durch Luzern, und daraus hat sich quasi spontan die Tradition ergeben: Montags gehen wir spazieren!
Und an dem ersten Montag durfte ich nicht hin, weil mir der – die Polizei kam da ja auch in die Praxis und hat geschaut, dass ich ja keine Patienten behandle, und dann hat man mir gesagt, ich soll da nicht hingehen, weil, das gibt wieder irgendwelchen Ärger und so. Ich hatte dann einen Termin beim Daniel Stricker zum Interview, dann konnte ich eh nicht gehen. Und hab mir das aber dann erzählen lassen. Dabei ist auch gefilmt worden. Es war wirklich Gänsehaut pur, wenn man sieht, dass da für einen so viele Leute auf die Straße gehen.
Interviewer: Schön, ja schön.
Dr. Heisler: Und dann hat sich daraus diese Tradition entwickelt – Ja, wir gehen! Montagabend, 19.00 Uhr, treffen wir uns beim Schwanenplatz und dann gibt es eine Runde. Und das wurde dann auch zum Teil immer grösser und mal waren weniger. Aber es war immer auch Polizei zugegen, und es waren immer auch Polizisten in Zivil, die da rumgefilmt haben und so. Und dann kam wieder die Presse – es ist immer das gleiche Schema: Was wird da spazieren gegangen? Ja, die haben keine Masken auf! Und was soll das und wer sind die Rädelsführer?
Interviewer: Okay.
Dr. Heisler: Und dann wusste ich: „Aha, der Dr. Heisler kriegt wieder einen Brief,“ das kann gar nicht anders sein – kann gar nicht anders sein! Und dann haben sie schon versucht, die Teilnehmer immer wieder zu schikanieren: ja, keine Masken auf, Bussen verteilt! Die konnten sie dann aber gar nicht eintreiben, weil, das hat dann gar nicht gestimmt und – wir sind da spazieren, das ist keine Kundgebung!
Interviewer: Ja, ja.
Dr. Heisler: Und dann haben sie sich halt irgendwas überlegen müssen. Und dann haben sie im Raumordnungsgesetz des Kantons Luzern gefunden: Überbeanspruchung des öffentlichen Raums!
Interviewer: So was gibt’s.
Dr. Heisler: 150 CHF, und dann noch irgendwas, 200 CHF noch Bearbeitungsgebühr! Habe ich dann freundlich zurückgeschickt: „Ich mache Einsprache“ – und fertig. Und jetzt bin ich noch mal einvernommen worden, hab’ da zehn Fragen oder so beantworten müssen.
Das wird an die Hand genommen, darauf wollte ich ja hinaus! Das wird von der Staatsanwaltschaft – das kann noch so lächerlich sein, noch so mit an den Haaren herbeigezogen sein – das wird weiterverfolgt. Aber wenn man als Lügenarzt diffamiert wird, was wirklich schweizweit für meinen Ruf …
Interviewer: Ja, ja. Das ist ja eine Beleidigung!
Dr. Heisler: Ja, natürlich! Das ist ja üble Nachrede und alles, ja, um meinen Ruf zu zerstören! Und ich merke das. Als ich die Praxis wieder aufgemacht habe, ich meine, die Hälfte der Patientenschaft ist weg.
Interviewer: Ja, wirklich?
Dr. Heisler: Ja, natürlich! Ich meine, erstens mal die Unsicheren. Ich musste schon im letzten Herbst die Praxis – das habe ich vorhin vergessen zu erzählen – sieben Wochen zumachen, weil mir das Personal damals weggelaufen ist. Da war schon mal sieben Wochen zu. Dann die eine Woche Praxisschließung im Januar. Und dann keine Berufsausübungsbewilligung auf unbestimmte Zeit. Das war nicht irgendwie eingegrenzt, das war: Ja, Heisler, jetzt hast du es!
Interviewer: Hätte ja auch länger sein können.
Dr. Heisler: Natürlich. Und da verstehe ich natürlich auch die Patienten. Die brauchen ja eine Kontinuität, einen Ansprechpartner. Und auch nicht alle sind wahrscheinlich mit der Konsequenz, mit der ich das mache, einverstanden. Die sagen auch, das kann ich auch irgendwo verstehen: „Ja, der Dr. Heisler, jetzt kann er nicht mehr arbeiten, seine Patienten wissen nicht … Hätte er doch nur mal die Maske getragen und seinen Mund gehalten! Dann wäre das nicht passiert.“ Das verstehe ich – auf die eine Seite! Auf der anderen Seite – ich kann das nicht! Ich kann das nicht, das ist nicht mein Stil! (Interviewer: Also, Respekt, ja …) Ich stell mich hin und sag: „Hier läuft was nicht richtig.“ Und wenn die Patienten mich wiederhaben wollen, dann müssen sie auch was dafür tun. Das haben sie ja auch gemacht. Und es hat sicher dazu beigetragen, es sind auch unendlich viele Mails und Briefe geschrieben – zum Teil war ich einkopiert. Es ist natürlich toll und großartig, weil das gibt einem auch die Kraft und die Energie, das durchzustehen. Aber, ja, es ist eine spannende Sache und ich bin kein Corona-Skeptiker. Ich sag’s noch mal: Ich kenne Coronaviren. Beta-Coronaviren begleiten uns von – ich betone es hier ganz ausdrücklich – von Oktober bis April!
Interviewer: Ja …
Dr. Heisler: Also, im Sommer haben wir sicher keine Coronaviren. Das weiß jeder Virologe besser als ich es eigentlich wissen müsste. Jedenfalls habe ich überhaupt gar kein Problem mit denen. Das sind Erkältungsviren und die können auch mal schwerere Infekte auslösen. Aber ich brauche nicht mal einen Test dazu, um das gut behandeln zu können, ich muss den Patienten untersuchen! Und was jetzt passiert in den Praxen, ist: Man kommt ohne testen gar nicht in die Praxis rein. Und dann werden die Leute, wenn sie positiv sind, gar nicht untersucht. „Oh, Corona, bleiben Sie zu Hause!“ Und der kann hundert andere Sachen haben, zum Teil gefährlich ... Ich habe wirklich Leuten, ohne zu übertreiben, das Leben gerettet. Patienten, die nicht bei mir hausärztlich versorgt worden sind bislang, die dann von mir gehört haben und in ihrer Verzweiflung gekommen sind. Und ich musste wirklich – das war eben kurz vor der Spitaleinweisung und mit ungewissem Ausgang. Ich konnte das Gott sei Dank noch ambulant machen, aber – ganz, ganz schlimme Sachen.
Interviewer: Können Sie mal ein Beispiel nennen?
Dr. Heisler: Ja, da kam eine Patientin, die zuerst beim Hausarzt war, Test positiv: „Ja, ja, bleiben Sie zu Hause! Brauchen wir gar nicht …“, sie ist nicht untersucht worden. Dann ist es ihr schlechter gegangen, sie hat wieder angerufen: „Ja, gehen Sie gleich ins Spital.“ Dann ist sie ins Spital. Dort auch nicht richtig untersucht worden. „Ja, gehen Sie wieder nach Hause – ist Corona, ist Corona!“ Und dann kam die zu mir, und das Entzündungseiweiß war gar nicht mehr messbar, so hoch war das. Und die hatte eine richtige Lungenentzündung, eine bakterielle Lungenentzündung. An der kann man durchaus versterben, wenn das nicht behandelt wird. Und das muss man mal abhören, und das muss man mal röntgen und so. Ich weiß nicht mehr, was los ist …
Interviewer: Sie haben sie dann behandelt.
Dr. Heisler: Ich habe sie dann behandelt. Und sie hat mir dann gesagt: „Ja, du – es ist jemand, den ich privat kannte – du hast mir das Leben gerettet.“ Und die geht dann auch auf den Spaziergang und kriegt dann eine 100 CHF Busse, weil sie keine Maske getragen hat!
Interviewer: Unglaublich, ja!
Dr. Heisler: Ja, ja. Wenn man so die ganzen Zusammenhänge sieht, dann, dann, man kriegt wirklich Angst und denkt: „Was läuft hier schief in diesem Staat?“ Also medizinisch unter aller Kanone, die kennen nur noch eine Diagnose und eine Krankheit, und alles andere wird nicht mehr gemacht. Und dabei gibt es das in der Form gar nicht. Und dann kann man sich vorstellen, was dann für ein Chaos ausbricht.
Interviewer: Ja. Wir gehen jetzt auch noch auf etwas ein, was in den Medien über Sie berichtet wurde, damit Sie auch Stellung dazu nehmen können. Also ich sag mal, in den Medien hat man berichtet, Sie hätten sich unverantwortlich verhalten, weil Sie in Ihrer Praxis keine Maske getragen hätten. Und man hat auch in den Medien gesagt, Sie hätten Maskendispensen ausgestellt, ohne die Patienten vorher gesehen zu haben. Wie würden Sie darauf antworten, auf solche Anschuldigungen?
Dr. Heisler: Der erste Teil der Aussage ist falsch, der zweite ist richtig. Ich fang hinten an. Also ich hab’ keine Maske getragen, solange es irgendwie für mich machbar war, einfach als Akt des zivilen Ungehorsams, weil ich mich im Recht fühle, insofern als dass, wenn keine Pandemie, dann braucht man keine Maßnahmen. Maske nützt nichts, brauche ich also auch nicht anziehen. Die Poren der Maske sind viel zu groß, ist völlig witzlos für so einen Virus und, wir haben das vorher schon diskutiert, das ist eine politische Entscheidung.
Also diese beiden Aussagen – die Aussage, dass ich Maskenatteste ausgestellt habe, auch dass die Patienten nicht in der Praxis waren, das ist richtig. Und es ist auch so, dass ich eben keine Maske getragen habe. Dass ich unvorsichtig oder verantwortungslos gewesen sein soll, das sehe ich genau andersrum. Das ist genau das, was ich vorhin gesagt habe: Es ist meine Verantwortung als Arzt zu sagen: „Hier läuft etwas schief, hier werden Leute massenhaft geschadet, wird ihnen geschadet, also muss ich dagegen mich verwehren.“ Und ich habe das auch mit den Maskenattesten – kann ich medizinisch immer begründen. Da muss ich noch nicht mal als Medizinstudent in der Klinik gearbeitet haben, sondern nur die ersten vier Semester, wo man nur Theorie hört und die Physiologie des Menschen. Wenn man dauernd mit einem erhöhten Atemwiderstand durch die Gegend läuft, und dann noch seine eigenen Abgase immer wieder einatmet, das kann auf Dauer nicht gut sein. Und so, wie wir das alle machen mit der Maske, die haben wir im Hosensack, ist klar, oder am Ellbogen oder sonst irgendwo, und am Hals. Das ist infektiologisch eine Katastrophe. Also das kann gar nicht aufgehen.
Es ist einfach eine, durch die Massenmedien orchestrierte Massenpsychose, die einzig und allein das Ziel hat, uns in der Angst zu halten. Und wenn ich dagegen vorgehe, muss ich sagen, dann bin ich verantwortungsvoll. Und das wird natürlich auch wieder schön ins Gegenteil verdreht.

Interviewer: Ja.

Dr. Heisler: Und wenn mir Leute schreiben und sie geben Beschwerden an – und das ist so – der eine kann wirklich den ganzen Tag mit der Maske arbeiten, Chirurgen und Neurochirurgen. Und wenn ich eine Wundversorgung in der Praxis mache, dann habe ich die Maske auf. Das ist einfach so. Ob das viel bringt oder nicht. Es gibt Studien, die sagen, man bräuchte im OP auch keine Maske. Aber gut, das ist so ein Ritual und das hat sich so eingebürgert und ist wahrscheinlich schon auch vernünftig im OP, kann man sagen, und auch auf der Intensivstation – okay.

Interviewer: Ja.

Dr. Heisler: Aber ich meine, da macht es mir auch nichts aus, die Maske zu tragen. Die spüre ich gar nicht. Aber sobald ich sie im Sprechzimmer aufhabe und muss mit dem Patient reden und muss sein Gesicht sehen, muss sehen, wie ist er drauf. Das ist total wichtig für den Beziehungsaufbau.

Interviewer: Ist völlig sinnlos eigentlich.

Dr. Heisler: Genau. Und es ist so entmenschlicht. Und mir kommt es darauf an, eine menschliche Medizin machen zu können.

Interviewer: Hm, sehr gut. Ja, also sagen wir, daraufhin hat man Ihnen ja auch die Berufsausübungsbewilligung entzogen und jetzt haben Sie die ja wieder bekommen, glücklicherweise. Können Sie darüber noch was erzählen. Wie ist das vonstattengegangen und wie konnten Sie sich auch dagegen wehren?

Dr. Heisler: Ja, da möchte ich vorwegnehmen wie es eben dazu gekommen ist. Ich hab’ das ja schon angedeutet. Das ist wahrscheinlich durch dieses mediale Gewitter wieder vorbereitet worden. Und da musste sich der arme Kantonsarzt mit seiner Rechtsabteilung da etwas einfallen lassen. Und dann haben sie mir so geschrieben: „Ja, wir haben gehört …“ und: „Wir gehen davon aus …“, und dann kam so ein Stapel Blickberichte kopiert, …

Interviewer: Wirklich?

Dr. Heisler: … ja! Und Luzerner Zeitung, wo nur Lügen über mich drinstanden, die man mit einem Federstrich sofort widerlegen kann, nur um mich dort eben auch zu diffamieren und diskreditieren.

Interviewer: Und das hat man als Begründung genommen?

Dr. Heisler: Das war Beweismaterial. Das war das Beweismaterial.

Interviewer: Das ist ja unglaublich!

Dr. Heisler: Ja, und noch so … ja, einfach so: Und ich sollte dazu Stellung nehmen. Und ich soll alle Patienten, denen ich einen Maskenattest gab, aufführen, und den Auszug aus der Krankengeschichte und so. Und dann ging das juristisch ein paar Mal hin und her. Und wenn dann so ein Vorgang eingeleitet ist, so ein Verfahren, muss am Ende eine Verfügung stehen. Und dann habe ich gedacht, ja jetzt müssen sie mir mal die Verfügung schicken. Dann kam wieder eine Rückfrage, wegen irgendeinem Pipifax, wo ich sage: Ja, also was soll ich jetzt noch dazu sagen, also. Und dann habe ich irgendwie kapiert, aha, die haben jetzt ein Problem. Die armen Kerle haben ein Problem, weil sie aus der Nummer gar nicht mehr rauskommen ohne Gesichtsverlust. Weil, ich habe inzwischen auch einen ehemaligen Kantonsarzt kennengelernt, und der hat mir gesagt: „Du, weißt du, ich habe auch zwei Ärzten, hab’ ich so ein Verfahren wegen Entzug der Berufsausübungsbewilligung. Das ist die Höchststrafe für einen Arzt. Man kann eine Geldstrafe oder man kann mal eine Woche die Praxis zumachen oder so, aber …

Interviewer: Man nimmt eigentlich die Existenzgrundlage!

Dr. Heisler: Genau. Die Wegnahme der Berufsausübungsbewilligung auf unbestimmte Zeit, das ist wie wenn ich nie mehr in die Migros reinkomme. Also, irgendwann mal verhungert man. Das geht … Und das gilt ja nicht nur dann – es ist zwar nur für den Kanton Luzern beschränkt, aber ich darf in keiner … Ich darf mich auch nicht in einer Klinik anstellen lassen. Ich bin einfach geliefert. Und wenn ich in einen anderen Kanton gehe, dann heißt es: „Ja, ‚letter of good standing‘?“ und dann habe ich keine Chance, oder?
Und ich habe ja auch dort meine Praxis, ich meine, ich habe fast eine Million dort investiert. Also es ist nicht nur so, dass man die Berufsausübungsbewilligung verliert, sondern geradezu enteignet wird. Ja, weil wenn ich das Ding zumachen muss – Ärzte findet man keine – dann kann ich noch den Rückbau finanzieren. Also man ist völlig am Ende, oder!
Und das wussten die. Aber sie wussten jetzt nicht mehr wie sie aus der Nummer rauskommen. Weil sie nichts auf der Hand haben. Weil der Kantonsarzt hat mir gesagt: „Es braucht ein letztinstanzliches Urteil, das nachweist, dass du etwas falsch gemacht hast.“

Interviewer: Ja.

Dr. Heisler: Und ich war zwar dreimal zur polizeilichen Einvernehmung, auch wegen Maskenattesten usw. Aber ich war noch nicht mal vor einem Richter. Und die nehmen mir das weg. Ohne rechtliches Gehör, wie man das nennt. Man hat mir die Unschuldsvermutung explizit abgesprochen wegen Gefährdung der öffentlichen Gesundheit und … Ich mein bei mir, ich habe dann das nachgeschaut, in dem Coronajahr, Anfang März bis Ende Februar 2020 und bis 2021, hatte ich 15.000 Kontakte in der Praxis. Da sind Leute reingekommen, entweder in die Sprechstunde, haben Medikamente geholt, haben sonst irgendwas gemacht. 15.000 Mal hat man die Chance gehabt, sich bei mir dann, in dieser Coronahölle, wo keiner mit Maske ist und uh, gefährlich, hätte man sich anstecken können.

Interviewer: Ja.

Dr. Heisler: Zwei meiner Patienten sind gestorben in der Zeit. Die eine war über neunzig, schwer herz- und nierenkrank, und einer war 85-jährig, und der ist eigentlich durch die Behandlung im Kantonsspital verstorben, aus meiner Sicht. Und das waren meine Coronatoten.

Interviewer: Gut, das ist ja noch ein anderes Thema, ob mit oder an Corona …

Dr. Heisler: Genau. Ja, aber das sind die, die positiv getestet waren als sie gestorben sind. Und dann hatte ich noch fünf Hospitalisationen. Aber keiner hat sich bei mir in der Praxis angesteckt. Die kamen alle mit Symptomen. Und wir haben auch alle das überlebt. Also alle meine Helferinnen und ich auch. Also, es gab da nie ein Problem.

Interviewer: Wie ist es … Wie haben Sie dann die Bewilligung zurückbekommen?

Dr. Heisler: Genau, da habe ich dann gedacht, ich muss dem armen Kerl helfen. Wir fahren jetzt … Ich bitte um ein Gespräch. Und dann wollte ich unter vier Augen, so von Kollegen zu Kollegen. Aber, den Mut hat er dann nicht gehabt. Er wollte seinen Rechtsberater da dabeihaben, seine Rechtsabteilung. Ja gut, dann muss ich halt meinen Anwalt auch mitbringen. Ich wäre auch ohne gegangen, aber es war wahrscheinlich schon vernünftiger, mit. Und es war für eine Stunde anberaumt, das Gespräch. Und ja, ich habe dann auch so … Und ich finde, das ist das Wichtige, das ist das Wichtige, dass man, trotzdem was einem dann passiert, noch bereit ist, eine Brücke zu bauen, und sagen: „Komm, wir reden mal miteinander. Und mir geht es jetzt nicht darum, dass irgendjemand sein Gesicht verlieren muss. Wir schauen mal was passiert.“ Und ich bin ohne jegliche Erwartung in das Gespräch gegangen. Und das hat dann über zwei Stunden gedauert, und am Ende hat er gesagt: „Ja, Sie bekommen jetzt Ihre Bewilligung wieder.“

Interviewer: Cool! Schön.

Dr. Heisler: Und ich glaube … Das möchte ich betonen, ich habe ihn dann auch wirklich auch menschlich erlebt. Und ich glaube, das ist auch eine Botschaft, die ich senden möchte. Bei all der Anfeindungen, bei all dem, was einem passiert, es kommt immer darauf an, dass man noch zusammenfindet und dass man miteinander redet, und dass man offen ist. Bei mir – es gibt ja diese Jugendbewegung ‚MASS-VOLL‘ und die haben so eine Aktion gestartet, in ihrer violetten Farbe, mit der sie immer rumlaufen, so eine violette Zone, die man einrichten kann, wo man dann das auch dokumentiert am Praxiseingang, dass man für Geimpfte und Ungeimpfte gleichermaßen da ist. Und nicht irgendwie sagt, ja und die und die nicht und so, sondern dass wir wirklich ganz offen und ganz explizit gegen diese Spaltung sind.

Interviewer: Genau, ja! Das finde ich auch ganz wichtig, dass man sich nicht spalten lässt, dass Sie das noch sagen, mit dem ‚Brücken bauen‘, dass man miteinander redet. Super!
Sie haben da richtig Mut bewiesen. Was hat Sie dazu bewogen, dass Sie da nicht auch einfach schweigen, wie so viele andere von Ihren Kollegen, sondern dass Sie sogar den Verlust Ihrer Berufsausübungsbewilligung in Kauf genommen haben?

Dr. Heisler: Also für mich war das eben dann von Anfang an klar, hier muss was gemacht werden, weil es steckt was anderes dahinter, eher Politisches. Und wenn plötzlich alle Grund- und Freiheitsrechte eingeschränkt werden unter dem Vorwand dieser Pandemie, und die dann gar nicht stattfindet, dann muss man ja irgendwie vermuten, es geht vielleicht gar nicht um das, sondern, wie kann man unsere Rechte immer weiter einschränken und uns kontrollierbar machen. Und da habe ich mich sehr viel mit dem Thema befasst. Und auch auf Leute getroffen, die schon viel länger viel aufgewachter waren als ich Naivling. Und dann wird das Bild irgendwie dann plötzlich klarer. Ja, es bekommt auch so eine Eigendynamik. Man wird fast schon zur Symbolfigur, weil man derjenige ist, der aufgestanden ist, der gesagt hat: „Das mache ich nicht,“ der das in Kauf genommen hat, die Bewilligung auch abzugeben.
Ich hatte finanziell vorgesorgt, richtiggehend. Ich habe da nichts in die Pensionskasse eingezahlt am Ende des Jahres, wie ich das normalerweise immer machen konnte. Ich habe ganz bewusst das zurückbehalten, um liquide zu bleiben, weil ich wusste, da kommt irgendwas.

Interviewer: Da kommt was auf Sie zu dann …

Dr. Heisler: Man wird … „Oh, du hast es ja auch … Oh, Mann, du bist ja blöd, wie kannst du das so machen, du hättest doch das anders machen können“ … Dann habe ich gesagt: „Nein, ich kann das nicht, ich kann es nur so.“ Aber so blöd bin ich auch nicht, dass man mir jetzt hat die Existenz kaputt machen können. Und ich glaube, es braucht bestimmte Leute, die bereit sind vorne hinzustehen. Ich hätte nie gedacht, dass ich derjenige bin, der das ist. Hab mir das auch nicht irgendwie so ausgesucht, sondern das ist so zu mir gekommen. Es klingt jetzt ein bisschen blöd, aber es ist tatsächlich so – das sagt auch meine Frau, die Schweizerin ist, der ich total viel zumute mit meinem Verhalten und die sowas von auf meiner Seite ist und die das auch so sehen kann, dass das irgendwie meine Rolle, meine Aufgabe ist.

Interviewer: Super!

Dr. Heisler: Und auch, dass ich dann das Netzwerk gegründet … Es ist ja nicht nur, dass ich verweigert habe, die Maske. Ich bin in Ebikon als der Maskenverweigerer bekannt. Aber dass ich auch noch dieses Ärzte- und Gesundheitsnetzwerk gründen konnte, da muss ich sagen, es steckt einfach ein bisschen mehr dahinter als nur irgendwie blöde Renitenz oder so.

Interviewer: Ja, ja, da kommen wir auch noch zu. Momentan ist ja in aller Munde die Covid-Impfung. Wie stehen Sie zu der Covid-Impfung? Haben Sie da auch Erfahrungen sammeln können mit Ihren Patienten?

Dr. Heisler: Also bei mir selber kann die niemand abholen. Das wissen die Leute auch, fragen auch da nicht groß danach. Genau, jetzt habe ich vor zwei Tagen wieder, auch in der Zeitung „Der Bund‟ – der in Bern erscheint – gelesen, ich sei ein impfkritischer Arzt oder impfskeptischer Arzt oder so. Das stimmt gar nicht. Mein Kühlschrank ist voller Impfstoffe. Aber nicht das, weil, selbst wenn ich das ablehne, bin ich nicht impfskeptisch, weil das ist kein Impfstoff. Ein Impfstoff hinterlässt sterile Immunität. Ich kann nicht angesteckt werden und ich kann niemand anstecken. Wenn ich jetzt aber ins Impfzentrum in Basel z.B. gehe, Basel-Stadt, hab meinen zweiten Schuss abgeholt und lese dann auf einem großen Plakat: „Bitte tragen Sie weiterhin die Maske, Sie sind weiterhin ansteckend!“. Beim Impfzentrum! (Interviewer: Völlig widersprüchlich!) Da muss ich sagen, wer hat sich denn jetzt hier wieder verarschen lassen. Von daher, es ist per Definitionem keine Impfung. Es ist auch in den Studien – in den Zulassungsstudien – gar nicht überprüft worden, ob es eine Immunität gibt oder nicht. Es sind sogenannte schwere Verläufe verglichen worden in den Studiengruppen. Und daran erkennt man schon, aha, es gibt auch schwere Verläufe. Vielleicht, wenn man Glück hat weniger. Das ist aber alles offen, weil die Studien so schlecht gemacht worden sind und so eine kleine Anzahl war und so schnell alles ablaufen musste. Die Studie läuft ja eigentlich noch. Und die Studie ist eigentlich jetzt der Menschenversuch.

Und das hat für mich auch wieder weitreichende Konsequenzen als Arzt. Da muss ich meinen Kollegen auch ganz klar ins Stammbuch schreiben: „Was ihr macht, verstößt gegen den Nürnberger Kodex, der besagt: Wir dürfen nicht an Menschenversuchen teilnehmen!“ Umso mehr, als dass die Menschen nicht darüber aufgeklärt werden, dass sie an einem Menschenversuch teilnehmen. Man schwadroniert von einer Notfallzulassung und so weiter. Weil das ja ach so gefährlich ist. Es ist so crazy. Es ist so crazy. Es ist ein Menschenversuch! Es ist ein Menschenversuch, der sich auch darin zeigt, dass wir jetzt – und das war ja auch Ihre Frage – in der Praxis ständig Nebenwirkungen erleben. Nicht nur den Covid-Arm. Nicht nur mal ein Tag Fieber oder so, sondern gravierende Sachen. Ich bin auch jetzt mit dem Impf-Telegram, „Impfschäden“ vernetzt. Die haben über 20.000 Abonnenten schon. Ich komme gar nicht mehr nach. Wenn ich am Abend mal reinschaue, sind da 150 Meldungen aller Art eingegangen. Also das ist nicht ungefährlich. Und das wird nicht gesagt, und es wird alles unter den Teppich gekehrt.

Interviewer: Was haben die Patienten Ihnen berichtet in Ihrer Praxis, z.B.?

Dr. Heisler: Einer konnte mir nichts mehr berichten, weil er gestorben ist. Der hat drei Wochen nach der Impfung eine schwere Infektion bekommen. Wir wissen, dass es das Immunsystem eben verändert. Und nicht zum Vorteil, sondern zum Nachteil. Eine Variante. Ein anderer Patient hatte drei Wochen, oder sechs Wochen nach dem zweiten Schuss, hatte er einen Schlaganfall, und sonst nicht so wahnsinnige Risikofaktoren. Er hat es aber überstanden. Was war neulich, ja, ein Patient mit einer künstlichen Herzklappe, ein junger Patient, also relativ jung für einen Herzpatienten. Er hat schon lange die Herzklappe, immer gut. Drei Wochen nach der Impfung kommt er die Treppe nicht mehr richtig hoch, muss schnaufen und stehen bleiben. Ich habe ihn jetzt dann zum Herzspezialisten geschickt und der hat bestätigt, dass die Herzfunktion dramatisch eingebrochen ist. Natürlich kann jeder sagen: „Ja, ja – ja, ja.“ Aber das häuft sich, das häuft sich!

Interviewer: Da haben wir auch Studien schon …

Dr. Heisler: Ja. Und ich erlebe es in der Praxis, und Covid habe ich in der Form nicht erlebt. Und da muss ich sagen …

Interviewer: Ja, Sie haben ja die lange Berufserfahrung. Sie können das ja vergleichen.
Dr. Heisler: Ja, genau.
Interviewer: Was sehen Sie denn eigentlich bezüglich Impfpflicht und Impfzwang auf uns zukommen?
Dr. Heisler: Ja, genau, das hatten wir ja schon im Mai letzten Jahres gelesen, im Mai 2020. Da habe ich noch die NZZ gelesen. Da stand da drin: „Nur die Impfung kann uns aus der Pandemie retten.“ Da war die Pandemie zwei Monate alt und die haben schon von der Impfung geredet. Da wussten wir ja auch: Ja, das ist wahrscheinlich schon ganz lang in der Pipeline und bestätigt einfach die These der „Plandemie“. Und da ist dann der Impfstoff plötzlich da gewesen. Auch damals, ich kann mich noch erinnern, Anfang Dezember, die Swissmedic, unsere Zulassungsbehörde hier in der Schweiz, die hat gesagt: „Ouh nei … oh … jaah, mmm … vielleicht doch lieber …“ Dann kamen die Medien, (haben gesagt): Zulassen, zulassen, zulassen. Und dann waren wir die ersten in Europa, die es zugelassen haben. Und dann eben am 24. die Impfaktion im Pflegeheim in Ebikon!
Also, daran kann man sehen, was da für Interessen dahinterstecken. Und wenn das jetzt noch in ein Impfobligatorium, in eine Impfpflicht … – wir haben das ja schon indirekt, der Druck, der aufgesetzt wird.
Interviewer: Stimmt, ja.
Dr. Heisler: Und es ist keine Impfung. Und es ist sogar schädlich. Und jetzt will man ums Verrecken, dass wir alle an die Nadel kommen. Was steckt dahinter? Ich weiß es nicht und möchte hier an der Stelle gar nicht darüber spekulieren. Es soll sich jeder selber informieren. Aber es ist völlig widersinnig. Und wenn dann als nächstes in den Gesundheitsberufen auch noch das Impfobligatorium kommt!! Das hat Herr Berset schon im Oktober letzten Jahres, in irgendeiner Fernsehsendung hat er schon davon angefangen. Und je mehr die sagen: „Nein, nein, das kommt nicht,“ desto mehr wird es kommen. Das kennen wir auch schon die ganze Zeit, dass es erstmal heißt: „Nein, nein.“ Und dann hieß es dann: „Ah ja, jetzt machen wir es doch!“ Und ja, das wird eine Katastrophe für das Gesundheitswesen. Und es haben sich ja doch relativ viele Pflegende, in den OPs usw., impfen lassen, aufgrund des Drucks meistens, oder in die Ferien gehen, diese ganze Erpressung, oder, das hat ja verschiedene Facetten. Nur keine gesundheitlichen Gründe. Ich habe noch fast keinen getroffen, der es wirklich aus gesundheitlichen Gründen macht. Und wenn es dort zu Ausfällen kommt im Herbst – weil wir müssen damit rechnen, dass Infektionen, die bisher eigentlich nicht so gefährlich waren, für Geimpfte gefährlich sein können, zumindest, dass sie schwer erkranken. Dann haben wir da Ausfälle. Wir haben dann wirklich mehr Patienten, die anfallen, wegen der Impfung, dass wir dann sagen müssen, dann geht es wirklich nicht mehr auf. Dann haben wir genau das, was uns immer wieder gesagt worden ist: „Wir müssen die Überlastung des Gesundheitssystems, insbesondere der Spitäler, insbesondere der Intensiveinrichtungen, das müssen wir verhindern,“ das wird jetzt produziert.
Interviewer: Es ist echt unglaublich, ja!
Ja, Sie haben ja auch den Verein ALETHEIA gegründet mit mehreren ärztlichen Kollegen von Ihnen. Der Verein steht für Medizin und Wissenschaft für Verhältnismäßigkeit. Was genau ist das Ziel von ALETHEIA?
Dr. Heisler: Ja, die Ziele ändern sich immer so ein bisschen, je nachdem was jetzt tagespolitisch auch aktuell ist. Aber am Anfang ging es uns vor allem darum, wissenschaftlich eine Gegenstimme zu bilden zu dieser Taskforce, die ja eingesetzt worden ist aus dem Nichts. Plötzlich kam die und hat uns erzählt, wie eine Pandemie abläuft und was wir da für Maßnahmen brauchen, die bisher in keinem einzigen Pandemieplan – und es gab schon immer Pandemiepläne – gestanden ist. Also das war auch so ganz überraschend und am Anfang wusste man gar nicht: Was, wer ist jetzt in dieser Taskforce? Und dann kamen da so die Namen, und dann haben wir gedacht: „Oh je, oh je!“ Und, ja wir wollten irgendwo wissenschaftlich sagen: Es gibt andere Studien, es gibt andere Erkenntnisse. Wir haben viele Briefe geschrieben, die, wenn sie beantwortet worden sind, dann im Sande verlaufen sind.
Wir haben Anfang Februar einen Brief geschrieben, der über dreißig Seiten war, mit Studien, wo wir zu den einzelnen Themen – Test, Maske, auch Impfung – Stellung genommen haben und haben den per Einschreiben an alle Parlamentarier, National- und Ständeräte, an die sieben Bundesräte, an alle Gesundheitsbehörden per Einschreiben – das waren über 6.000 CHF Portokosten – geschickt, damit sie nicht hinterher sagen können: „Wir haben es nicht gewusst.“ Und darauf gab es so zweieinhalb Reaktionen, ja. Aber, okay. Der ist auch in die Presse gegangen und das hat dann schon mal dafür gesorgt: Aha, ALETHEIA gibt es. Und die machen solche Sachen. Und viele waren uns total dankbar, dass wir diesen Brief schreiben. Ende Mai haben wir eine Pressekonferenz in Bern abgehalten, wo ich mit vier der Kollegen verschiedene Themen vorgestellt habe. Es ging mir um eben Genfer Gelöbnis, nicht schaden, auch wenn wir Druck von der Regierung bekommen, oder Nürnberger Kodex, nicht schaden bei Menschenversuchen. Ein anderer Kollege hat versucht so ein bisschen das Narrativ zu erklären, wie war das damals bei der Schweinegrippe usw. Und eine Kollegin, eine Psychiaterin, hat über diese Maßnahmen geredet und eine hat über die Impfung geredet. Das ist auch total ignoriert worden, ist dann aber über 100.000 Mal angeklickt worden, ist komischerweise nicht von YouTube verschwunden. Vielleicht jetzt schon, aber am Anfang konnte man das sehen.
Solche Aktionen haben wir immer wieder gemacht. Aber jetzt sind wir in einer anderen Richtung auch unterwegs, dass wir sagen – also wir haben jetzt eine Visionsgruppe, nennen wir uns, einen Teil, weil wir jetzt so viele geworden sind, dass wir sagen: „Ok wir haben verschiedene Temperamente, verschiedene Pläne,“ die einen wollen kämpfen, die müssen immer schreiben, die müssen immer sagen: „Wah … das geht doch nicht!“ Es gibt aber andere, die sagen, ich habe keine Lust mehr auf das, ich möchte jetzt eher etwas Neues entwickeln. Was passiert, wenn der ganze Zirkus, wie auch immer das zu Ende geht, vorbei ist. Es wird so oder so ein Vakuum entstehen, weil die ganzen Strukturen, das zeigt sich ja jetzt in dieser Krise, das war vorher schon so, aber jetzt zeigt es sich ganz besonders. Das hat so abgewirtschaftet, das ganze System muss zusammenbrechen und es wird ja auch mutwillig an die Wand gefahren. Und dann kommt es darauf an, wie geht es dann weiter und da stehen wir an dem Scheideweg. Und wenn dann ein Vakuum da ist, dass keiner eine Idee hat und alle denken, ah, Gott sei Dank ist Corona, aber dann kommt das ‚Klima‘, und keine Ahnung was dann kommt, dann muss man irgendwie vorgesorgt haben. Wir sind jetzt dabei so – ja, wie könnte das Gesundheitswesen Post-Corona aussehen sozusagen, was für Ideen gibt es da, dass man auch wieder ganzheitlicher denkt, dass man mehr an die Selbstheilungskräfte, ans Immunsystem denkt und nicht nur Reparaturbetrieb mit der Pharmaindustrie und der Medizingeräteindustrie zusammen. Davon müssen wir wegkommen. Das führt ins Verderben.

Interviewer: Auch dieses Gewinnstreben in der Pharmaindustrie.

Dr. Heisler: Genau, davon müssen wir uns abkoppeln, das muss eine andere Medizin werden. Und da machen wir konkrete Projekte, vielleicht eine eigene Krankenkasse auch gründen. Es gibt da wirklich tolle Leute, die hier zu ALETHEIA gefunden haben und mit denen zusammen kann man ganz viel machen. Also, das ist jetzt so der neueste Trend, dass wir da versuchen etwas aufzugleisen.

Interviewer: Super, ja ich finde es auch einfach unglaublich, dass es keinen öffentlichen freien Diskurs gibt in dem Thema, dass alles so einseitig ist. Man sieht es jetzt auch wieder, Sie sind eigentlich vom Fach und werden aber gar nicht gehört. Es gibt nur diese EINE Meinung und dieser Diskurs zwischen den verschiedenen, also den Leuten, den Ärzten, die für die Impfung sind, den Ärzten die dagegen sind, der findet gar nicht statt. Das ist auch sehr schade.
Wie sieht denn eigentlich Ihr weiterer Weg aus, Ihr persönlicher Weg?

Dr. Heisler: Ja, das ist wahrscheinlich die schwierigste Frage, die Sie mir jetzt stellen. Weil, wir wissen alle nicht, wie es für uns weitergeht. Was kommt noch auf uns zu? Was passiert jetzt? Kommt die Impfpflicht? Was passiert im Herbst? Ich habe es schon angedeutet oder, das ist ganz schwer zu sagen. Ich kann nur eines sagen, ich bleibe meiner Linie treu, ich werde auf jeden Fall weiter versuchen für die Wahrheit, für die Wissenschaftlichkeit und für die Menschlichkeit in der Medizin – so möchte ich es eigentlich nennen, das ist meine Kernaufgabe – dafür möchte ich einstehen, weil, ich kann keine andere Medizin machen. Und von daher werde ich den Weg weitergehen, ich werde auch da weiter versuchen für die Kollegen die offen sind und für Patienten da zu sein, solange man mich lässt. Und ich hoffe, dass wir irgendwie damit heiler Haut rauskommen. Und dann, glaube ich schon, dass eine ganz tolle Zeit auch kommen kann. Und ich bin eigentlich auch sehr zuversichtlich, dass es so ist, muss ich sagen. Weil, durch diese Vernetzung – und ich fahre jetzt nachher wieder nach Chur zurück, wo wir uns da auch treffen, wo es fast wie einen Kongress des Widerstands gibt, wenn man das mal so nennen möchte, wo viele hunderte, vielleicht sogar tausend Leute zusammenkommen. Das gibt eine unglaubliche Energie, das potenziert sich und davon strahlt so viel ab und mir gibt das so viel Kraft und Zuversicht, dass ich sage: „Ja super, das muss jetzt so sein, das ist wohl der Weg, den haben wir uns alle nicht ausgesucht, aber es war vorher schon nicht gut, wir haben es nur nicht so gemerkt, und ohne das wäre es nie zu Corona gekommen, und jetzt ist es da und jetzt sind wir gefordert als Menschen. Als Menschen dafür einzustehen, dass wir Menschen bleiben dürfen, mit der Natur und im gegenseitigen Respekt.“

Interviewer: Wow, super Schlusswort. Ja, wir wünschen Ihnen auf jeden Fall ganz viel Erfolg weiterhin und ganz viel Kraft und Durchhaltevermögen. Vielen Dank, Herr Dr. Heisler, dass sie mit uns gesprochen haben.

Dr. Heisler: Vielen Dank. Ist wirklich gerne geschehen, danke.

von sak.

Veröffentlicht in Lückenpresse.