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Sendungstext zum Nachlesen

Quelle: Kla.TV

Texteinblendung:
[Der folgende Vortrag ist Noam Chomsky und Edward Snowden in Dankbarkeit gewidmet.]

Dr. Valentin Wember:

Sehr verehrte Anwesende,

warum setzte man in der Covid19-Krise von Anfang an auf Impfstoffe und nicht, was ja auch möglich wäre, auf die Entwicklung von Heilmitteln?
Einige Firmen haben erklärt, dass sie nahe daran waren, ein wirksames Heilmittel auf den Markt bringen zu können, ein Heilmittel, das die schweren Verläufe von Covid19 abmildert.

Dazu ein Ausschnitt eines Berichts des Mitteldeutschen Rundfunks:

MDR:

Während der Impfstoffhersteller Biontec fast eine halbe Milliarde bekam, sind Unternehmen, die an einem Medikament forschen, wie die Firma BIOTEST, hier im hessischen Dreieich, komplett leer ausgegangen. Damit die Produktion des Medikaments parallel dazu anlaufen kann, beantragte das Unternehmen eine Förderung von 12 Millionen Euro. Doch seit Mai hagelte es Absagen, auch vom Bundesforschungsministerium. Man wolle sich gegenwärtig auf die Förderung von Impfstoffen konzentrieren.

Dr. Valentin Wember:

Auch die ARD hat in einem Extrabeitrag darüber berichtet.

ARD EXTRA:

Frank Zorno kommt zur Nachuntersuchung bei Lungenexperte Florian Kurth. Drei Monate ist es her, dass er hier an der Berliner Charité mit Covid-19-Symtomen behandelt wurde. Damals befürchten die Ärzte, dass sich sein Zustand dramatisch verschlechtern könnte. Sie schlagen ihm vor, im Rahmen einer laufenden Studie ein Medikament zu testen, das genau das verhindern soll. Das Präparat Cenicriviroc wird eigentlich in der Leberforschung eingesetzt. Florian Kurth und sein Forscherkollege Frank Tacke gehen davon aus, dass es einen schweren Verlauf von Covid-19 verhindern könnte. Mit dem Medikament, so die Hoffnung der Forscher, könnten also überlastete Intensivstationen verhindert werden. Die Forscher wissen, die Zeit drängt. Wenn es nach ihnen ginge, wären sie mit ihrer Studie schon viel weiter, denn bereits kurz nach Ausbruch der Pandemie hatten sie konkrete Ansätze, die nahe legten, dieses Medikament könnte einiges ändern. Im Mai bewerben sie sich für Gelder beim Bundesforschungsministerium, aber: Prof. Dr. Frank Tacke: „Leider haben wir da die Förderung nicht erhalten, und wir beide verstehen es, ehrlich gesagt, bis heute nicht, warum? Wir haben dafür auch keine inhaltlichen Begründungen.“ Die Forscher sind enttäuscht, aber sie lassen nicht locker. Am Ende hält die Charité das Projekt für so vielversprechend, dass sie es komplett aus eigenen Mitteln finanziert. Erst im September geht es los, Monate später, wertvolle Zeit, die verstrichen ist. Prof. Dr. Frank Tacke: „Wir hätten uns gewünscht, dass in der ersten Ausschreibung, die zu Beginn der ersten Welle gekommen ist, tatsächlich mehr finanzielle Mittel zur Verfügung gestanden hätten. Ich glaube, dann wären wir jetzt einen Riesenschritt weiter, was die klinische Entwicklung von wirksamen Therapien angeht.“ Stattdessen habe sich die Politik zu einseitig auf die Impfstoffforschung konzentriert. Andere mögliche Wege aus der Pandemie vernachlässigt. Die Forscher fühlen sich ausgebremst. Ohne öffentliche Förderung werden sie wahrscheinlich erst in eineinhalb Jahren Ergebnisse haben. Dabei könnte das Medikament vielleicht schon jetzt dabei helfen, dass weniger Menschen schwer erkranken.

Dr. Valentin Wember:

Ein nicht unwichtiger Sachverhalt wird in den beiden eingangs zitierten TV-Sendungen nicht angeführt. Die frühe Festlegung auf mRNA-Impfstoffe und DNA-Impfstoffe, zur Bekämpfung der Pandemie, ist auf Dauer gesehen wirtschaftlich außerordentlich lukrativ für die Impfstoffproduzenten. Laut WHO, laut Weltgesundheitsorganisation erkrankt nur ein winziger Bruchteil der Bevölkerung ernsthaft an Covid-19. Laut World Economic Forum-Chef Klaus Schwab ist die Covid-19-Pandemie, die am wenigsten tödliche Pandemie der letzten 2.000 Jahre. Aber für die relativ gesehen wenigen Erkrankten ein Heilmittel zu entwickeln, um ihnen zu helfen, ist nicht annähernd so gewinnbringend, wie allein in Deutschland an 80.000.000 Menschen jedes Jahr mindestens zweimal eine Impfdosis zu verabreichen.

Texteinblendung:

[Angaben des RKI für DE: 96,1 Prozent haben sich seit 3/2020 nicht infiziert. 3.9 Prozent (2.414.687) wurden PCR-positiv getestet. Davon 10% wurden hospitalisiert: 241.469. Das sind 0,3 Prozent der Gesamtbevölkerung. Impfdosen an 99 Prozent verkaufen vs. Heilmittel an 1 Prozent verkaufen.]

Dr. Valentin Wember:

Garantierte 80.000.000 Abnehmer mehrmals im Jahr, und das auf viele Jahre hin, das ist eine Goldgrube für die Impffirmen. Denn Viren haben eine für diese Industrie nützliche Angewohnheit: sie mutieren - insbesondere dann, wenn man ihnen zu Leibe rückt. Jedes Jahr wird es neue Mutationen geben, also auch jedes Jahr neue Impfstoffe, so wie jedes Jahr der Grippeimpfstoff angepasst werden muss. Heißt das für die Zukunft, dass jetzt bei jeder neuen Coronamutation ein Lockdown erfolgt, bis ein Impfstoff vorliegt? Hier hat es die Verzweiflung ungezählter Bürger inzwischen in die Leitmedien geschafft.

ARD EXTRA:

Mike Schmitt – Inhaber Brauereigasthof Niki Bräu: „Ich will jetzt konkret wissen: Scholz, Altmeier, Söder, Merkel, wie soll diese Scheiße weitergehen? Ihr sperrt uns den Laden zu, gebt uns keine Möglichkeit, aus den Schulden rauszukommen. Was sollen wir machen? Eure schlauen Sprüche, da gibt’s eine Menge Insolvenzen. Wer zahlt denn das ….. das zahlen unsere Lieferanten bei der Klarna! Das ist eine Frechheit!“

Texteinblendung:

[Angaben des RKI für DE: 96,1 Prozent haben sich seit 3/2020 nicht infiziert.

  • 3,9 Prozent (2.414.687) wurden PCR-positiv getestet.
  • 0,3 Prozent der Gesamtbevölkerung wurden hospitalisiert.

Aber: Lockdown für alle.]

Dr. Valentin Wember:

War der zweite Lockdown wirklich die richtige Maßnahme? Darf man diese Frage überhaupt noch stellen? Ich möchte Ihnen dazu eine Situation zeigen, in der der Journalist Boris Reitschuster auf der Bundespressekonferenz nachfragt, wie die Bundesregierung die Ergebnisse der Studie des Stanford-Professors John Ioannidis beurteilt, der einen Ländervergleich durchgeführt hat und in einer umfangreichen Metastudie gezeigt hat, dass Lockdowns keinen positiven Effekt haben. Hören Sie selbst:

Pressekonferenz / PHOENIX

...Dann hat Herr Reitschuster jetzt die letzte Frage zum Komplex Corona für heute, dann wollen wir noch zwei, drei andere Fragen hören.

Herr Reitschuster: „Eine Frage an Frau Demmer in erster Linie und gegebenenfalls auch an Frau Nauber. Die WHO, die Weltgesundheitsorganisation rät ja von harten Lockdowns ab und nun gibt es eine neue Studio von John Ioannidis und anderen, der renommiertesten Medizinwissenschaftler, der auch für die Weltgesundheitsorganisation publiziert, und in dieser Studie, die Anfang Januar erschien, kam er zu der Schlussfolgerung: Kein Nutzen durch Lockdowns, aber Risiken. Die Studie ist auch peer reviewed, ist also sehr solide. Meine Frage wäre: Kennen Sie diese Studie, wie gehen Sie damit um und was haben Sie für den Lockdown für wissenschaftliche Studien gehabt, die auch peer reviewed sind, und die begründen, die für die Bundesregierung die Grundlage liefern, dafür, dass der Lockdown etwas hilft. Ich kenne nur das Leopoldinerpapier, das aber nur 4 Seiten umfasst, also keine Studie ist. Was haben Sie denn für konkrete Studien? Danke.“

Frau Demmer: „Herr Reitschuster, wie üblich nehmen wir hier keine Stellung zu einzelnen Studien und einzelnen Untersuchungen einzelner Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen. Ich darf Sie kurz daran erinnern, dass die Bundeskanzlerin ja in der Debatte zum Bundeshaushalt 2021 am 09. Dezember, was sie da zur Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse gesagt hat, sie glaube daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die real sind und an die man sich besser halten sollte.“

Herr Reitschuster: „Haben Sie aber meine Frage nicht beantwortet, weil die Frage war ja, welche konkreten wissenschaftliche Studien gibt es. Und Sie sagten jetzt, die Bundeskanzlerin glaubt daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt – also, wir haben 83.000.000 Menschen im Lockdown und der Glaube der Bundeskanzlerin ist da etwas wenig. Was für konkrete wissenschaftliche Studien gibt es nicht. Und es gibt jetzt eine fundierte Studie, die sagt, das bringt nichts und Sie sagen, wir kommentieren das nicht. Also wenn 83.000.000 Menschen im Lockdown sind, dann hätten sie wahrscheinlich gern eine Begründung, warum man so eine Studie dann nicht zur Kenntnis nimmt oder nicht darauf reagiert? Danke.“

Frau Demmer: „Also ich möchte gern richtigstellen: Ich habe nicht, das kommentiere ich nicht, gesagt, sondern wir kommentieren grundsätzlich keine einzelnen Studien...

Dr. Valentin Wember:

Mit anderen Worten, Sie können fragen so viel Sie wollen, lieber Herr Reitschuster, wir legen unsere Karten nicht auf den Tisch.
Sehr verehrte Anwesende, das ist ziemlich weit entfernt von einer transparenten Demokratie. Gibt es zu dieser Situation eine Alternative? Ja, die gibt es, aber nicht umsonst. Im Gegenteil: Es wird eine Alternative nur unter erheblichen Anstrengungen geben – und das möchte ich erklären. Ich bitte aber um etwas Geduld, weil die Ursachen tiefer liegen und man erst diese Ursachen kennen muss.

Die Transparenz-Misere und das Gefühl ungezählter Bürgerinnen und Bürger, der eigenen Regierung ausgeliefert zu sein, hängt mit einer Geburtsbeschädigung unserer Demokratie zusammen, einer Geburtsbeschädigung, die nur wenig bekannt ist. Ich beeile mich, das zu erzählen und verweise dabei dankbar auf Noam Chomsky, der diese Geschichte schon vor Jahrzehnten dargestellt hat.

[Texteinblendung: England, 1642]

Mehr als ein Jahrhundert vor der Französischen Revolution gab es in England eine radikale Demokratiebewegung, und zwar zwischen 1642 und 1649. Die Demokraten in England des 17. Jahrhunderts wollten weder von einem König – Achtung: – noch von einem Parlament oder von sonst wem regiert werden, sondern selbst über sich bestimmen. In den Augen der damaligen Adeligen und des Königs war das der blanke Wahnsinn. Woher sollten die einfachen Leute des Volkes die Kunst der Politik beherrschen? Die damaligen Machthaber sahen in der radikalen Demokratiebewegung eine Katastrophe, die abgewehrt werden musste. Sie sorgten deshalb dafür, dass die Demokratie – wenn sie sich denn nicht aufhalten lassen sollte – unschädlich gemacht wurde. Ein Historiker der damaligen Zeit, der hieß Clement Walker, warnte, dass diese einfachen Leute des Volkes – die in ihren kleinen Druckereien Pamphlete herstellten und sie verbreiteten und die Bevölkerung darüber aufklärten, wie das politische System in Wirklichkeit funktionierte – extrem gefährliche Dinge täten. Sie enthüllten nämlich die Geheimnisse der Regierung. Und das, so sagte Clement Walker, sei gefährlich, denn es werde das Volk, ich zitiere: „so neugierig und hochmütig machen, dass es nie wieder die nötige Demut finden werde, sich einer zivilisierten Herrschaft zu beugen.“

Der Staatstheoretiker und Philosoph John Lock erklärte einige Jahre später, worin das Problem bestehe und wie man es lösen könne. John Lock vertrat die Auffassung, dass man den Tagelöhnern und Handwerkern, den alten Weibern und Milchmädchen schlechterdings vorgeben müsse, was sie zu glauben hätten. Die große Masse könne nicht wissen, was politisch vernünftig sei. Die große Masse müsse daher glauben. Und natürlich müsse jemand ihnen vorgeben, was sie zu glauben hätten. Die Regierenden selbst müssten deshalb dafür sorgen, dass das Volk dasjenige glaubt, was die Regierenden für richtig halten. Nur so sei die Demokratie nicht schädlich. Und so kam es dann auch: Die radikale Revolution wurde besiegt und etwas später kam es zur sogenannten „Glorious Revolution“ von 1688/89.

Aber die alten Machthaber mutierten ja nach der Glorious Revolution nicht über Nacht zu überzeugten Demokraten. Im Gegenteil: Sie taten nur so, als ob sie die Demokratie hinnehmen würden. In Wahrheit verachteten sie sie. Und sie erfanden sogleich das Mittel, die Demokratie in ihrem Sinne zu verbiegen: nämlich durch systematische Information der Bevölkerung im Sinne der Regierung. Das unvernünftige Volk sollte genau das glauben, was die Herrschenden für richtig hielten. Darum ging es. Das wirklich fatale daran war, dass diese Form der Demokratie in den genetischen Code der Demokratie als Erbinformation eingeschrieben wurde. Dazu ein berühmtes Beispiel, an dem einem die Augen aufgehen können.

Texteinblendung:

[1916 Vereinigte Staaten von Amerika]

1916, mitten im Ersten Weltkrieg, war die amerikanische Bevölkerung pazifistisch und sah keinen Grund loszuziehen und Deutsche zu töten oder selbst getötet zu werden. Wenn die Europäer sich gegenseitig umbringen wollten, deren Sache, dann sollen die Europäer das tun. Das Problem war, dass die Politstrategen der USA das anders sahen. Die amerikanischen Politstrategen sahen die enormen Chancen, die ein Kriegseintritt Amerikas für den späteren Machtzuwachs und das Wirtschaftswachstum der USA bot. Und wenn das amerikanische Volk zu dumm war, diese Chancen zu sehen, dann musste man eben diese widerwillige Mehrheit der Bevölkerung durch suggestive Informationen in einen patriotischen Taumel versetzen. Aus diesem Grund schuf die Wilson-Administration die erste offizielle Propaganda-Agentur des Landes, die sogenannte Creel-Kommission, deren Aufgabe es war, die Bevölkerung dazu zu bringen sich begeistert für einen Krieg einzusetzen, den man eben noch abgelehnt hatte.

[Texteinblendung: Die Creel-Kommission]

Die Creel-Kommission lieferte in der Folge eine propagandistische Meisterleistung ab und zog dazu alle Register. Sie flutete zum Beispiel die Zeitungen mit kruden Erfindungen über die Gräueltaten der Hunnen, der Deutschen, die den Babys in Belgien die Arme abgerissen hätten. Die Zeitungen spielten mit, denn sie vergrößerten durch die Horrorgeschichten ihre Auflagen. Und so publizierten sie gerne, was die Geheimdienste an Schauermärchen erfunden hatten.
[Englischer Einschub Film:]

George Creel was a master of public relations. Creel was the head of something called Committee On Public Information which basically was a propaganda organisation in World War One. One of the very first things that Wilson did, was bring George Creel on to shift public opinion in support of the war. He had to convince the American people that this was a war worth fighting and that this was Americas war. That’s a hard thing to communicate. From the moment that the war broke out, there were posters everywhere. There were images everywhere you looked, very deliberately shaping public opinion.]

Mit anderen Worten: Mit der Schaffung der Creel-Kommission machte die Wilson-Regierung genau das, was John Lock empfohlen hatte. Am Beispiel der Creel-Kommission sieht man gewissermaßen den genetischen Code einer manipulativen Demokratie in voller Wirksamkeit.

Sehr verehrte Anwesende, wie soll man das nennen, was die Wilson-Administration mit dem Kriegseintritt der USA in den Ersten Weltkrieg gemacht hat? Eine Verschwörung? Die geopolitischen Strategen haben ihre Ziele manipulativ durchgesetzt. Man hat der Bevölkerung keinen reinen Wein eingeschenkt, sondern man hat sie manipuliert. Man hätte ja auch sagen können: „Liebe Amerikaner, ein Kriegseintritt wird sich langfristig für uns lohnen. Wir werden anschließend enorm an Macht und Wirtschaftskraft gewinnen. Lasst uns darüber abstimmen.“ Das hätte bedeutet, dass man die Karten offen auf den Tisch gelegt hätte. Aber vermutlich hätte die Mehrheit der US-Bevölkerung 1917 gesagt: „Nein Danke, dafür ziehen wir nicht in den Krieg.“

Und weil die Wilson-Administration dieses „Nein“ voraussah, musste die Bevölkerung über den Tisch gezogen werden. Der Erfolg dieser Manipulation war so durchschlagend, dass die gleichen Methoden nahtlos bis ins 21. Jahrhundert übernommen wurden.
Nur ein Beispiel:

[Texteinblendung: Irak 2003]

2003 ging es der US-Regierung darum, den früheren Verbündeten Saddam Hussein endgültig zu besiegen, um das irakische Öl für amerikanische Interessen zu nutzen. Was hat man gemacht? Man hat behauptet, der Irak verfüge über Massenvernichtungswaffen, nämlich über das Nervengift Anthrax. Ich erinnere mich noch sehr lebhaft an die live im TV übertragene Rede von US-Außenminister Colin Powell vor der UNO in New York.

Texteinblendung:

[Ausschnitt aus Rede von C.P., Zitat auf Deutsch: „Wir schätzen eher konservativ, dass der Irak über etwa 100-500t Giftstoffe für den Einsatz von Chemiewaffen verfügt.“]

Es wurden dann Luftaufnahmen eingeblendet, die die Chemiefabriken im Irak beweisen sollten. Aber die Aufnahmen zeigen natürlich nicht im Mindesten, dass in den markierten Gebäuden das Nervengift Anthrax hergestellt wird. Aber die gezeigten Aufnahmen waren eindrucksvoll und wirksam.

[Einblendung der Originalaufnahmen: Zitat auf Deutsch]

„Angebliche Beweise als Rechtfertigung für US-Angriffe…wurden nie bestätigt. Es folgt eine Originalvideoaussage von Colin Powell, ehem.US-Außenminister: „Ich habe das bei vielen Gelegenheiten gesagt: Ich bedauere es zutiefst, dass die von mir präsentierten Informationen teilweise falsch waren. Trotz einer Vielzahl von Quellen. Das ist ein Schandfleck in meiner Akte.“]

Immerhin, Colin Powell hat sein Bedauern geäußert, aber die eine Million Iraker, die damals getötet wurden, wurden dadurch nicht mehr lebendig. Sehr verehrte Anwesende, leider ist die Reihe der Beispiele, die man zeigen könnte, sehr lang. Sie alle zeigen ein
Verhalten, das genau der manipulativen Form von Demokratie entspricht, die John Locke bei ihrer Geburt empfohlen hat. Die Bevölkerung soll das glauben, was die Mächtigen für

richtig halten. Auch was derzeit geschieht, dass nämlich im Weltwirtschaftsforum ausgewählte Milliardäre, Wirtschaftsführer, Politiker und die Medien darüber befinden, wie es mit der Welt weitergehen soll, ist in Wahrheit zutiefst undemokratisch. Es läuft nämlich darauf hinaus, dass die Bevölkerung anschließend mit enormen Werbebudgets dazu gebracht werden soll, genau das gut zu finden, was einige der WEF-Leute für richtig halten, z.B. Helikoptergeld oder Grundeinkommen. Der Bundestag hat bereits, während man mit Covid-19 beschäftigt ist, Ende Januar 20/21 die ID 20/20 beschlossen. Die meisten Menschen interessiert das wenig oder sie finden das harmlos. Ich kann das verstehen, man hat andere Sorgen, und es gibt ja auch keine breite demokratische Diskussion darüber, was die Vor- und was die Nachteile und was die Gefahren einer solchen Datenkonzentration sind. Darüber müsste man einen gesonderten Vortrag halten. Auch was den Umgang mit dem SARS-CoV-2-Virus betrifft und seinen Mutanten, ist es wohl eine unbeschreibbare Tatsache, dass in Deutschland die Regierung die Karten nicht offen auf den Tisch gelegt hat. Im Gegenteil, sie weigert sich, diejenigen Studien bekannt zu machen, auf die sie sich bei ihren Entscheidungen stützt. Erst vor wenigen Tagen hat die Welt am Sonntag folgenden Artikel veröffentlicht

[Einblendung: „Innenministerium spannte Wissenschaftler für Rechtfertigung von Corona-Maßnahmen ein.“]

Ein umfangreicher Schriftwechsel, der der Welt am Sonntag vorliegt, zeigt Folgendes. In der ersten Hochphase der Pandemie im März 2020 wirkte das Innenministerium unter Horst Seehofer auf einige Forscher und Forschungsinstitute für politische Zwecke ein. Nun, ich würde zunächst davon ausgehen, dass es absolut sinnvoll ist, wenn Politiker bei Forschungsinstituten anfragen, könnt ihr mal berechnen, wie ein Worst Case Szenario aussehen würde. Das muss ich als Politiker wissen. Aber so war es eben nicht. Es war nicht so, dass das Innenministerium sich unabhängigen Rat bei den Wissenschaftlern gesucht hätte. Es war anders und das weiß man, weil eine Gruppe von Juristen in einer mehrmonatigen juristischen Auseinandersetzung mit dem Robert Koch-Institut erstritten hat, dass der E-Mail-Verkehr zwischen Innenministerium und den Forschungsinstituten herausgegeben wird. Insgesamt handelt es sich dabei um mehr als 200 Seiten eines E-mail Schriftverkehrs zwischen der Führungsebene des Innenministeriums und den Forschern. Demzufolge bat das Innenministerium die Forscher, ein Modell zu erarbeiten, auf dessen Basis, ich zitiere:

„Maßnahmen präventiver und repressiver Art“ geplant werden könnten. Nicht irgendwelche Forscher, sondern solche des Robert Koch Instituts, des Leibnitz Instituts für Wirtschaftsforschung, des Instituts der deutschen Wirtschaft, der Stiftung „Wissenschaft und Politik“ und mehrere Universitäten. Nach 4 Tagen war das Papier fertig. Ergebnis: Die Wissenschaftler warnten jetzt vor einer Million Corona-Toten und gaben sogar Tipps, wie die, ich zitiere: „gewünschte Schockwirkung“ erzielt werden könne. Nämlich, ich zitiere:

„Viele Schwerkranke werden von ihren Angehörigen ins Krankenhaus gebracht, aber abgewiesen und sterben qualvoll um Luft ringend zu Hause.“ Das Papier lieferte also von der Politik bestellte Argumente für einen Lockdown. Die Welt am Sonntag kommentiert das so:

[Einblendung: „Wenn sich die Politik unabhängigen Rat bei der Wissenschaft holt, ist das in einer Pandemie in Ordnung. Wenn aber die Wissenschaft zum verlängerten Arm der Politik wird, läuft etwas gehörig schief.“]

Die Politik bestellt bei Wissenschaftsinstituten Gefälligkeitsgutachten, damit man der Bevölkerung sagen kann, es führt kein Weg an einem Lockdown vorbei. [Demmer BPA:] „Ich darf Sie kurz daran erinnern, dass die Bundeskanzlerin ja in der Debatte zum Bundeshaushalt 2021 am 9. Dezember, was sie da zur Bedeutung wissenschaftlicher Erkenntnisse gesagt hat, sie glaube daran, dass es wissenschaftliche Erkenntnisse gibt, die real sind und an die man sich besser halten sollte.“ Und die Bevölkerung ‒ die Bevölkerung funktioniert perfekt. Sie glaubt mehrheitlich tatsächlich nur das, was die Regierung vorgibt. Mehr noch: Aus einer Bevölkerung, die seit Jahrhunderten so konditioniert ist, rekrutieren sich auch immer freiwillige Gruppen, die jeden kritisieren oder sogar diffamieren, der das Regierungshandeln in Frage stellt. Vor diesem Hintergrund geht es im Folgenden um eine Alternative, aber wie gesagt, diese Alternative gibt es nicht umsonst. Sie ist zu erkämpfen.

[Einblendung: „Eine Demokratie ohne Manipulation“] In Island hatte man nach der Finanzkrise von 2008/2009 endgültig erkannt, dass die bestehende Demokratie nicht im Sinne der Bürger ist.

[Ein anderer Sprecher auf englisch: „I can speak for Iceland and I absolutely think the system like it is here today has nothing to do with democracy. The country is controlled by political parties and they have their own agenda which has nothing much to do with the good of the general public, which democracy should be about.“]

[Minifilmeinblendung: „Töpfe, Pfannen und Verfassung“]

Die Isländer weigerten sich, für die finanziellen Verluste aufzukommen, die die Banken verursacht hatten. Die Isländer gingen dann so lange mit Töpfen und Pfannen trommelnd auf die Straße, bis sie eine neue Form von Demokratie durchgesetzt hatten. [Applaus, jemand sagt etwas auf Isländisch]

2010 wurde ein Konvent von 1000 Bürgern ausgelost. Das ist wichtig, ausgelost, nicht gewählt. Diese ausgelosten Bürger machten dann Vorschläge zu einer neuen Verfassung. Aus diesem Konvent wurden dann 25 Personen ausgewählt, die aus den zahlreichen Vorschlägen einen neuen Verfassungsentwurf modellierten. Es wurden dabei auch Vorschläge anderer Bürger berücksichtigt, die sich über Facebook und andere soziale Medien an dem Prozess beteiligen konnten. Der Entwurf für die neue Verfassung wurde dabei unabhängig vom Parlament und vor allem ohne Einfluss irgendwelcher Interessengruppen entwickelt. Das Resultat war eine neue Verfassung. Sie wurde anschließend der Bevölkerung vorgestellt und schließlich in direkter Demokratie zur Volksabstimmung gebracht. Ergebnis: Eine Zwei-Drittel-Mehrheit stimmte dafür. Das Parlament allerdings verweigerte dann die Anerkennung und das spricht für sich. Sehr verehrte Anwesende, stellen wir uns dieses Verfahren für unsere Verhältnisse vor. Für alle wichtigen politischen Entscheidungen werden grundsätzlich, per Losverfahren, Konvente von 100 oder in manchen Fällen auch von 500 Menschen oder tausend Menschen aus der Bevölkerung zusammengesetzt, die dann auf einem solchen Konvent in verschiedenen Kleingruppen über eine zu entscheidende Frage beraten. Zu verschiedenen Fragen verschiedene Konvente. Diese Konvente erhalten alle Mittel, um sich sämtliche Informationen zu besorgen, die für eine Entscheidung wichtig sind. Sie können Spezialisten einladen und befragen, sie können die verschiedensten Interessenvertreter einladen und anhören. Aber eines geht nicht. Die verschiedenen Interessenvertreter, die Lobbyisten können nicht von sich aus an einzelne Konvent-Mitglieder herantreten. Sie können nicht die Gesetzesentwürfe selber scheiden. Das ist unter Strafe verboten. Nur Anhörungen vor dem Konvent sind gestattet und sie finden ausschließlich auf Einladung statt. Auf diese Weise wird jede intransparente Form von Beeinflussung oder Manipulation minimiert. Langjährige Beziehungen zwischen Lobbyisten und Abgeordneten können gar nicht erst wachsen. Hat sich ein Konvent ausreichend informiert und die verschiedenen Gesichtspunkte diskutiert, so erstellt der Konvent ein Papier, auf dem die verschiedenen Optionen mit ihren Pros und mit ihren Kontras zusammengestellt werden. Dieses Papier wird dann der gesamten Bevölkerung vorgelegt, die dann, so informiert, per elektronischer Volksabstimmung entscheidet. Werbekampagnen für die eine oder andere Position sind allerdings während des gesamten Prozesses nicht erlaubt. Denn Werbekampagnen sind teuer und haben die Angewohnheit, dass derjenige, der das meiste Geld in die beste Kampagnenagentur stecken kann, am Ende mit größerer Wahrscheinlichkeit eine Entscheidung in seinem Sinn herbeiführen kann. Deshalb genügt auch eine klassische direkte Demokratie nicht, denn in ihr gibt es Kampagnen. Also, keinerlei Werbung, keinerlei Kampagnen, keinerlei Lobbyismus, sondern rein sachliche Information und Debatte in einem Konvent, auf dem die verschiedenen Optionen durchleuchtet und diskutiert werden. Im Prinzip gibt es anschließend mehrere Optionen. Es gibt die Option, dass der Konvent selbst die finale Entscheidung treffen kann. Es gibt die Option, dass per Volksentscheid entschieden wird und noch einige weitere. Man nennt diese Form von Demokratie „Aleatorische Demokratie“ von lateinisch „alea“, der Würfel oder das Los. Sehr verehrte Anwesende, stellen Sie sich bitte vor, dass diese Form von Demokratie nicht nur in einzelnen ausgewählten Fragen auf regionaler Ebene wie dem Bau eines Bahnhofs oder der Schließung eines Krankenhauses angewandt wird, sondern ganz grundsätzlich. Wie reagieren wir auf eine Pandemie, wie sähe das aus? Man würde aus dem großen Pool der Mediziner, insbesondere der Epidemiologen und anderer Fachleute ‒ Achtung! per Losverfahren einen Konvent dieser Fachleute zusammenstellen, der sämtliche Spezialisten anhört, sämtliche Spezialisten anhört und nicht nur einige wenige intransparent ausgewählte Wissenschaftler und Berater, und der anschließend die verschiedenen Optionen mit ihren Pros und Cons völlig transparent der Bevölkerung vorstellen würde und das Votum der gesamten Bevölkerung einholen würde ‒ heute, per Mausklick, wirklich.

[Einblendung: und die Executive?]

Wie kommt die Exekutive in einer solchen Form von Demokratie zustande? Auf keinen Fall so wie heute! Heute geschieht das durch Parteienklüngel. Heute kann jemand Gesundheitsminister sein, der keinerlei Expertise auf dem Gebiet der Gesundheit hat, aber umso bessere Vernetzung in seiner Partei, so dass ihm der Posten zugeschustert wird.

[Texteinblendung: Die Folge: Weit mehr als die Hälfte der Bevölkerung der westlichen Welt hält die Parteien-Demokratie für korrupt.

David van Reybrouck präsentiert die Zahlen von 2013: [hier wird englisch gesprochen]

This comes from an international NGO corps “Transparency international”. Here are incredible figures and it turned out that in most western established democracies, the public institution that is least trustable of all, is the political party. Even in Norway I would say one of the most solid, the most established democracies in Europe 41 % of Norwegians believe that political parties are corrupt or extremely corrupt. Ladies and gentlemen in Norway. If we go further: Australia 58 % quite good, Canada 62, 65 in Germany considered to be the most established democracy in western Europe, France: 73 % of french people believe that political parties are corrupt or extremely corrupt. 76 % in the U.S., Brazil is doing good: 81 %, 86 % in India, 90 % in Greece.

In einer aleatorischen Demokratie wäre das unmöglich, dort würde der Posten des Gesundheitsministers auf ganz anderem Wege besetzt. Aus dem Gesamtpool aller, die im Gesundheitswesen arbeiten, also alle Ärzte, Mediziner, Pflegekräfte usw., würde wieder per Losverfahren ein fachkompetentes Wahlgremium ausgelost. Niemand kann also vorher wissen, wer in diesem Gremium sitzt. Anschließend werden von den ausgelosten Fachleuten die verschiedenen Kandidaten für den Gesundheitsminister-Posten gesichtet und dann in geheimer Wahl gewählt. Ähnlich wäre es mit dem Justizminister und allen anderen Ministerposten. Auch die obersten Richter würden nicht von der Politik eingesetzt, das führt zu oft dazu, dass die obersten Richter ihren Dienstherren verpflichtet sind und entsprechende Urteile fällen. Nein, aus dem riesigen Pool der Juristen eines Landes würde ein Wahlgremium ausgelost, vor dem sich die Kandidaten für die obersten Richterämter vorstellen. Ich kann das alles hier nur in Kürze skizzieren und verweise auf die Publikationen, die es zu diesem Thema gibt. Was ich sagen will, ist dies: In der hier skizzierten Richtung liegt die Zukunft einer manipulationsfreien Demokratie und einer echten Herrschaft der Bevölkerung über sich selbst. Das ist auf dem Feld der Politik ein neuer und zutiefst menschlicher Impuls, der noch sehr klein ist, der aber eine große erneuernde Kraft besitzt. Übrigens, Sie dürfen sich gerne fragen, warum man über das, was die Isländer und auch die Irländer 2013 erkämpft haben, so wenig erfahren hat. Die wichtigste Folge wäre, dass jeder Mensch im Laufe der Zeit mit großer Regelmäßigkeit an politischen Entscheidungen und Debatten oder in Wahlgremien direkt beteiligt wäre ‒ auf lokaler Ebene, auf Landesebene oder auf Bundesebene. Jeder wird ein- oder zweimal im Jahr für ein bestimmtes Thema in einem Konvent ausgelost und muss sich mit der dort zu entscheidenden Frage befassen.

Warum „muss“?

Ich bin vor zehn Jahren einmal mit einer Schulklasse während einer Israeltournee bei einer Wanderung in der Negev-Wüste auf einen Trupp israelischer Soldaten gestoßen und wir haben uns mit denen unterhalten. Das waren Ärztinnen und Juristen, Bäcker und Lehrerinnen, die sich auch nach ihrer Militärzeit einmal im Jahr zu Übungen treffen müssen. Niemand kann sich dem entziehen. Anschließend dachte ich, die Israelis machen das, aus ihrer Sicht, um ihr Land zu verteidigen, wie auch immer man darüber denken mag. Warum sollte es nicht möglich sein, dass bei uns alle Bürgerinnen und Bürger des Landes ein- oder zweimal oder dreimal im Jahr in verschiedenen Konventen zusammenkommen, um etwas wirklich Wertvolles zu verteidigen, nämlich eine manipulationsfreie Demokratie. Die Idee ist also nicht, dass man die wichtigen Fragen den Spezialisten überlässt, sondern dass man den Laien zutraut, dass sie sich schlaumachen können. Die Spezialisten, die Interessenvertreter und die gegensätzlichsten Gesichtspunkte kommen nach wie vor zu Wort, aber nur in der Weise, dass sie vor den ausgelosten Laien ihre Gesichtspunkte erklären können.

[Texteinblendung:Ein weiterer Vorteil ]

Gewählte Politiker sind es gewohnt, immer mit einem, manchmal mit anderthalb Augen darauf zu schauen, dass sie wiedergewählt werden. Das war auch jetzt in der Covid 19-
Krise gut zu beobachten. Es gab durchaus eine Art politisches Brunftverhalten, um sich als starker Mann in Stellung zu bringen für die nächste Rolle.

Heribert Prantl, Süddeutsche Zeitung: [Filmeinblenung]

Ministerpräsident Markus Söder ruft den Katastrophenfall aus. Da hat er recht in bestimmter Weise. Es ist nämlich eine Katastrophe, wie die Katastrophe politisch katastrophalisiert wird.

Ein ausgeloster Konvent hat das nicht nötig. Er kann seine Entscheidungen treffen, ohne Rücksicht darauf nehmen zu müssen, wiedergewählt zu werden. Denn er wird nicht gewählt.

[Texteinblendung: Die Folgen]]

Die Folgen: Im Laufe der Jahre entsteht auf diese Weise in einer Gesellschaft ein enormer Zuwachs an politischer Kompetenz und an Sinn für das Gemeinwohl. Der Staat, das sind nicht länger „die da oben“, der Staat, das sind wir. Jede Bürgerin und jeder Bürger ist beteiligt und lernt immer mehr die Komplexität politischer Entscheidungen kennen. Dadurch werden die Debatten erheblich versachlicht. Menschen, die sich sonst bei Facebook übel beschimpft hätten, sitzen jetzt an einem Tisch und hören sich zu. Der Mann, der bei Facebook den Migranten den Tod an den Hals gewünscht hätte, weil er, wie er sagt, dieses Land mit aufgebaut habe und es sich nicht von Schmarotzern wegnehmen lasse ‒ der sitzt jetzt neben einer Frau, die ihm erzählt: „Weißt du, ich habe sechs Jahre illegal in diesem Land gelebt, und ich erzähle dir jetzt mal, warum und wie ich hierhergekommen bin. Ich will dir dein Land nicht wegnehmen!“

Die mehrfach ausgezeichnete Wissenschaftlerin sitzt neben dem Kioskverkäufer und staunt darüber, wie dieser die Dinge sieht, und der Manager eines Großkonzerns hört den Gesichtspunkten der iranischen Friseurin zu, die ursprünglich Ingenieurin ist.
Sogar die Antifa-Kämpferin sitzt jetzt als Individuum, und nicht in ihrer Gruppe, dem Rechtsradikalen gegenüber, aber zusammen mit lauter anderen Menschen, und man unterhält sich sehr gesittet. Jeder kommt zu Wort, jeder wird gehört, jeder kann beitragen, niemand schreit den anderen an. Eine derartige Kultur trägt wie kaum etwas anderes dazu bei, dass Hass und eine Spaltung der Gesellschaft verringert werden.

[Texteinblendung: „Was ihr getan habt einem der geringsten meiner Brüder, das habt ihr mir getan“. Lk,25

„Was ihr verstanden habt von einem der geringsten meiner Brüder, das habt ihr von mir verstanden“. Variation von Lk, 25

Verschwörungstheorien verschwinden]

Auch die Verschwörungstheorien werden verschwinden, weil alles transparent ist.

Verschwörungstheorien verschwinden niemals dadurch, dass man auf sie einschlägt, das befeuert sie nur.
Verschwörungstheorien verschwinden am besten durch ein Höchstmaß an Transparenz. Am Ende solcher Konvente stehen immer vernünftige Entschlüsse, denn die latente Vernünftigkeit der Menschen ist viel größer als man ahnt. Diese Vernünftigkeit entfaltet sich allerdings nur, wenn man sie adressiert, wenn man sie fordert und fördert, und das zu tun, ist geradezu eine moralische Verpflichtung.

Sehr verehrte Anwesende, wer ein Kind daran hindert, gehen zu lernen, begeht ein Verbrechen! Wer nicht alles dafür tut, dass Menschen ihre Fähigkeit entfalten, politisch vernünftig gehen zu lernen, begeht eine Unterlassungssünde. Was uns heute auf die Füße fällt, ist, dass wir diese Form manipulationsfreier Demokratie nicht schon vor Jahrzehnten erkämpft haben.
1990 wäre eine Chance gewesen, die wurde verpasst. Die Folge: Wir sitzen in der Falle!

Bei zu vielen Themen wird gezielt einseitig informiert und so oft werden wichtige Themen an der Öffentlichkeit vorbei von Parlamenten entschieden.

[Texteinblendung: Und das Wichtigste?]

Sehr verehrte Anwesende ‒ noch etwas sehr, sehr Wichtiges.
Der Philosoph Platon [Texteinblendung: Platons Kriterien guter Herrschaft

  1. Weisheit
  2. Gerechtigkeit
  3. Besonnenheit
  4. Verantwortungsbewusstsein ]

hielt diejenige Regierungsform für die beste, in der der Herrscher weise, gerecht, besonnen und verantwortungsvoll ist. Das ist für Platon das Wichtigste, ganz unabhängig von der Regierungsform. Ganz gleich ob Monarchie, Oligarchie, Aristokratie oder Demokratie, parlamentarische Demokratie, Räte-Demokratie oder direkte Demokratie. Das Wichtigste ist eine inhaltliche Bestimmung. Wer auch immer regiert, soll [Einblendung: Platon, gleiches Bild noch mal] klug und weise, besonnen und gerecht und verantwortungsvoll sein. Wenn in der Demokratie das Volk der Herrscher ist und wenn Demokratie gelingen soll, dann muss das Volk weise, gerecht, besonnen und verantwortungsvoll werden.Und genau dem kommt man näher durch die aleatorische Demokratie, zwar nicht auf einen Schlag, aber Schritt für Schritt im Laufe der Zeit. Wenn man hingegen das Volk als Stimmvieh betrachtet, dann muss man sich nicht wundern, wenn es sich wie Vieh benimmt ‒ zum Beispiel wie eine brave Lämmerherde, die folgsam funktioniert, wenn irgendein scharfer Hund bellt. In der aleatorischen Demokratie weiß sich jeder ernst genommen, weil er de facto ernst genommen wird, und zwar in einem weit höheren Maße ernst genommen als in allen anderen Formen der Demokratie. Es handelt sich hier in der Tat um ein Entweder/Oder. Entweder man traut es den Menschen zu, seine politischen Geschicke in die eigene Hand zu nehmen oder nicht. Entweder man nimmt Demokratie wirklich ernst, oder man landet unweigerlich in irgendeiner Form von Manipulation und Entmündigung und schliesslich in irgendeiner autoritären Regierungsform. Halbe Revolutionen führen zu ganzen Katastrophen! Halbherzige Demokratie führt irgendwann zu ganzer Diktatur ‒ nachzulesen bei Aristoteles in seinem berühmten Kreislauf der Regierungsformen und nachzulesen in der Geschichte. Wir können die entsprechenden Tendenzen gerade in Echtzeit erleben.

[Texteinblendung: Halbe Revolutionen führen zu ganzen Katastrophen. Halbherzige Demokratie führt früher oder später zu ganzer Diktatur.]

Sehr verehrte Anwesende, stellen Sie sich vor, dass die Prinzipien der aleatorischen Demokratie eine jahrzehntelange, gut ausgereifte Tradition werden, also völlig normal ‒ mit vielen ständig weiterentwickelten und verbesserten Verfahren, eingeübt schon in den Jugendjahren, in denen die Jugendlichen als Trainees an Konventen teilnehmen. Stellen Sie sich vor, dass es 1916 in den USA, zur Frage des Kriegseintritts, einen durch Losverfahren einberufenen, entscheidungsbefugten Konvent gegeben hätte. Und noch etwas, stellen Sie sich vor, dass heute ein Konvent ausgeloster Fachleute darüber befindet, mit wieviel Steuergeldern Impfstoffforschung und mit wieviel Steuergeldern Heilmittelforschung gefördert werden soll und ob ein Lockdown sinnvoll ist oder ob es nicht andere Wege gibt, wie sie z.B. in Tübingen praktiziert werden. Sie können sicher sein, die Ergebnisse sähen ziemlich anders aus. Ich bin mir sicher, dass jeder ausgeloste Konvent, dem alle Fakten vorliegen, die verheerenden Folgen, die die Lockdowns für die Kinder haben, vermeiden würde ‒ die massenhaften psychischen Schädigungen der Kinder in unserem Land und noch viel schlimmer, die ungezählten, an den Lockdown-Folgen hunger sterbenden Kinder in der sogenannten Dritten Welt. Ein Konvent, dem diese Zahlen vorliegen würden, würde niemals all dies Leid kaltherzig und oft aalglatt übergehen. Ein Leid, das eine Schande ist für all diejenigen Regierungen der Welt, die ihre Hände in Unschuld waschen wollen, indem sie behaupten, dass ein Virus an allem schuld sei, eine Naturkatastrophe sei schuld. Das ist nicht wahr! Die Lockdown-Maßnahmen sind nicht von einem Virus angeordnet worden!

[Texteinblendung: der zu zahlende Preis]

Sehr verehrte Anwesende, die skizzierte Alternative zu dieser rücksichtslosen Kaltherzigkeit ist nicht kostenlos zu haben, sondern nur durch einen enormen Einsatz von möglichst Vielen. Wir müssen ja eins zugeben, die meisten von uns haben sich mit einer sehr bequemen Form von Demokratie begnügt. Die meisten von uns sind nur zu Wahlen gegangen, das war's. Und das war bequem. Im Gegensatz dazu ist die Mitarbeit an einem Konvent, ein- oder zwei- oder sogar dreimal im Jahr, deutlich anstrengender.

[Bildeinschub: Menschen im Konvent]

Wir haben, nicht zuletzt auch aus eigener Bequemlichkeit, unsere politische Verantwortung abgegeben. Und diese Bequemlichkeit fällt uns jetzt auf die Füße und zieht uns tief ins Schlammassel. Es wäre deshalb völlig illusorisch, zu glauben, dass man ohne riesige Anstrengungen aus diesem Schlammassel wieder herauskommt. Und damit komme ich zum Schluss. Es wird sich nur etwas ändern, wenn man anfängt, für diese neue Form von Demokratie zu kämpfen, ganz gleich, ob es schon zu spät ist oder nicht. Man wird auf gar keinen Fall super viel Zeit haben. Willy Brandts Motto lautete: „Mehr Demokratie wagen“. Das heutige Motto scheint zu sein: „Mehr Diktatur wagen“! Sich dagegen anzustemmen, wird nicht leicht. Umso mehr wird es notwendig sein, dass immer mehr Menschen in eine manipulationsfreie, echte Demokratie investieren, bis eine kritische Masse erreicht wird. Denn erst, wenn eine kritische Masse erreicht ist, wird es möglich sein, dass sich ‒ und jetzt versuch ich so präzise wie möglich zu formulieren ‒ die in Deutschland lebenden Menschen, ganz gleich welcher Herkunft, selbst eine neue Verfassung geben, nämlich eine verbesserte Demokratie.

[Texteinblendung: Lernen von Edward Snowden]

Ich persönlich bin diesbezüglich sehr beeindruckt von Edward Snowden, und ich möchte erklären warum.
Edward Snowden hat sich nach 9/11 als Patriot freiwillig zum Militär gemeldet, um Amerika zu verteidigen. Er kam aufgrund seiner Computerkenntnisse zur CIA und zur NSA und stieg dort so hoch auf, dass er schließlich das ganze System überblicken konnte: das gesamte System einer totalen Überwachung und, was noch viel schlimmer ist, mit den Optionen einer totalen Manipulation jedes Einzelnen. Das hat ihn so schockiert! Ihn hat schockiert, dass man im Prinzip jeden einzelnen Bürger zu jeder beliebigen Tat manipulieren kann. Das hat er erkannt und nicht nur gesehen, dass die Verfassung ständig verletzt wurde, sondern dass die Öffentlichkeit systematisch belogen wird. Manipulative Demokratie at its worst. Direktor James Clapper z.B. wurde vom US-Senat befragt, ob die NSA Abermillionen Daten von amerikanischen Bürgern sammelt ‒ seine Antwort: „No, Sir“.

[Film über englisch/amerikanischer Austausch- James Clapper-US-Senat]

Snowden wusste, weil er selbst in der NSA an sehr hoher Position arbeitete, das war eine krasse Lüge. Sämtliche Telefonate aller Amerikaner wurden abgehört, Tag für Tag. Das gleiche galt für sämtliche E-Mails, für sämtliche Internetnutzung. Es gab ein gigantisches Überwachungsprogramm, das Präsident Obama im Geheimen noch forciert hatte.

Totale Überwachung, totale Lüge, totales Abstreiten. Snowden hat dann bekanntlich das Beweismaterial an Journalisten übergeben ‒ er hat es nicht selbst veröffentlicht ‒ mit der Bitte um Sichtung. Die Journalisten entschieden sich dann zur Veröffentlichung eines Teils des Materials, das sie von Snowden erhalten hatten. Ergebnis: Die lügenhaften Generäle blieben unbehelligt, bekamen Posten in Aufsichtsräten oder Fernsehanstalten, und aus Snowden wurde ein Verräter gemacht, der jetzt seit Jahren im Exil in Moskau lebt. Snowden bezahlte einen sehr hohen Preis. Warum war er bereit, diesen Preis zu bezahlen? Ich zitiere ihn aus einem Interview, das er dem amerikanischen Journalisten John Stossel gegeben hat:

[Einblendung Zitat]

„Wenn man weiß, dass etwas gründlich schiefläuft und man unternimmt nichts, dann trägt man mit dazu bei, dass das Falsche weiterläuft, und man trägt dazu bei, dass sich das immer weiter ausbreitet. Die Verletzungen der Verfassung werden zwar als Ausnahme bezeichnet, aber die Ausnahmen werden permanent, und wenn man das extrapoliert, dann kann man abschätzen, wohin das führt.“ Edward Snowden

Sehr verehrte Anwesende, das gilt auch für uns. Die derzeitigen Verletzungen der Verfassung werden als Ausnahme bezeichnet, aber die Ausnahmen werden permanent.

Und wenn man das extrapoliert, dann kann man abschätzen, wohin das führt. Es wird sich nichts ändern, wenn wir unser politisches System nicht ändern. Und über die notwendigen Änderungen in Wirtschaft und Bildung und Erziehung wäre in gesonderten Beiträgen zu sprechen. Darin liegt die Alternative, die wir haben, wahrscheinlich die einzige. Es wird kein Retter auf weißem Pferd angaloppiert kommen und alles richten. Hören Sie dazu zum Schluss Edward Snowden, denn Snowden hat weit mehr recht als ich, darüber zu sprechen und bevor ich ihn einblende, schicke ich die Übersetzung voraus und dann folgt Snowden selbst auf Amerikanisch

[Einblendung:Zitat Edward Snowden]

„Es wird sich nie etwas ändern, wenn wir es nicht ändern. Die Regierungen werden sich nicht selbst reformieren. Der einzige Weg, wie etwas besser werden kann, besteht darin, etwas zu opfern. Ich tue, was ich kann, um etwas zu verbessern, so gut ich kann. Ich mache mir keine Illusionen, dass ich das System reparieren könnte. Ich werde die Welt nicht retten. So läuft das nicht. Und deshalb kann ich in Frieden leben mit den Entscheidungen, die ich getroffen habe, und mit dem Preis, den ich bezahlt habe. Weil es richtig war, das zu tun.

[Filmeinblendung englisch: Edward Snowden]

[Texteinblendung: Der einzige Weg, die Dinge zum Guten zu verändern, besteht darin, etwas zu opfern. Edward Snowden]

von vw

Quellen/Links:

https://www.youtube.com/watch?v=JM6vlpSrpuQ

 

Jetzt zu den Protest-Produkten. Wir haben sowieso schon zu viel Zeit mit labern verbracht

Veröffentlicht in Coronavirus, Impfung, Staatsterror.