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Quelle Kla.tv

Seit rund einem Jahr berät in der Schweiz die Swiss National COVID-19 Science Task Force die Behörden, insbesondere das Bundesamt für Gesundheit, kurz BAG. Im Zuge der Corona-Krise sieht sich die Task Force zunehmender Kritik ausgesetzt. Bürgerliche Politiker kritisieren seit Längerem, dass die rund 70 Experten der Task Force den Bundesrat mit düsteren Szenarien unter Druck setzten. Dass die Kritik gegenüber der Task Force nicht unbegründet ist, zeigt ein beachtlicher Artikel vom 19. Februar 2021, der auf dem Recherche-Netzwerk Re-Check.ch erschienen ist. Die beiden investigativen Westschweizer Journalistinnen Catherine Riva und Serena Tinari haben für ihre 15-seitige Analyse monatelang recherchiert. In der Einleitung schreiben die beiden Journalistinnen, dass die Task Force eine außerordentliche Stellung genieße und das tägliche Leben der Schweizer in einer noch nie dagewesenen Weise beeinflusse. Eine Debatte über ihre Legitimität und Rolle sei notwendiger denn je. Vor allem sei es höchste Zeit, die Qualität ihrer wissenschaftlichen Arbeit kritisch zu überprüfen. So kommen sie zum Schluss, dass die Task Force ein weitgehend selbsternanntes Gremium sei. Die Entscheidungsfindung in der Task Force sei intransparent und Protokolle werden nicht geführt. Zudem falle die Task Force durch konstante Fehlprognosen auf. Weshalb die beiden Journalistinnen zu diesen Schlüssen kommen, wird nachfolgend mit den brisantesten Auszügen aus ihrer Analyse erläutert:

 

Wissenschaft im Pandemie-Modus: Der seltsame Fall der Swiss National COVID-19 Science Task Force

Aufgabe der Swiss National COVID-19 Science Task Force: Die offizielle Aufgabe dieser Forscher ist es, den Bundesrat, die Kantone und die Bundesverwaltung in der COVID-19-Krise durch Empfehlungen zu beraten, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen beruhen sollen. Die Task Force beschränkt sich jedoch selten auf die Beratung. Seit Februar 2020 vergeht kein Monat, in dem nicht eines der Mitglieder oder sogar das gesamte Kollektiv aktiv in den Medien zu Wort kommt. [...]

Meistens geht es darum ein bedrohliches Bild der Situation zu zeichnen, die von den Behörden verordneten Maßnahmen zu kritisieren und eine Verschärfung zu fordern. Und selbst wenn der Bundesrat zunächst beschließt, ihren Empfehlungen nicht zu folgen, bekommt die Task Force am Ende fast immer, was sie empfiehlt. [...]

Welcher Status? Welche Legitimation?

Es soll zunächst daran erinnert werden, dass die Task Force ein nicht gewähltes und nicht repräsentatives Gremium ist. Sie ist weder dem Volk noch dem Parlament gegenüber rechenschaftspflichtig. Sie hat sich auf Initiative, unter anderem, einiger ihrer Mitglieder selbst konstituiert.[...]

Zusätzlich zu diesem Mangel an demokratischer Legitimation kommt, dass die Arbeitsweise der Task Force gelinde gesagt undurchsichtig ist. [...]

Es gibt kein Reglement, das die Kriterien für die Aufnahme von Neumitgliedern, das Wahlverfahren oder die Rotation festlegt. So wurde beispielsweise Pietro Vernazza, Chefarzt der Abteilung für Infektionskrankheiten am Kantonsspital St. Gallen, im März 2020 in das Expertengremium eingeladen, danach jedoch ohne Erklärung wieder ausgeladen. [...]

Ein weiteres Problem ist, dass weder die Legislative noch der Souverän eine Möglichkeit haben, zu erfahren wie die derzeit 70 Mitglieder der Task Force ihre Entscheidungen treffen: Ein weiterer Öffentlichkeitsgesetz-Antrag von Mike Wyniger, Filmemacher aus Bern, ergab, dass die Task Force kein Protokoll über ihre Sitzungen führt. [...] Wenn die Task Force keine Protokolle ihrer Sitzungen führt, kann ein wichtiger Teil ihrer Aktivitäten niemals einer detaillierten Prüfung unterzogen werden, weder jetzt noch in Zukunft.

Nichteinhaltung von Regeln und Vermischung der Rollen Im Reglement war aber von Anfang an festgelegt, dass die Mitglieder der Task Force nicht direkt mit den Medien oder in sozialen Netzwerken kommunizieren sollen, es sei denn, sie täten dies ausschließlich in ihrem eigenen Namen. [...]

Eines ist inzwischen sicher: Die öffentlichen Äußerungen der Mitglieder der Task Force bestimmen regelmäßig die Richtung der Debatte, obwohl das Reglement dieser Expertengruppe dies nicht vorsieht.

Weltuntergangsszenarien

Die von diesen Forschern erstellten Szenarien, Analysen und Modelle haben sich regelmäßig als falsch erwiesen. [...]

Zum Beispiel die Entwicklung der Epidemie zwischen Mitte Dezember 2020 und Mitte Januar 2021: Mitte Dezember 2020 gab die Task Force bekannt, dass die Maßnahmen nicht ausreichten und ein Lockdown notwendig sei. Sie befürchte das Schlimmste für die Feiertage. Tatsächlich ist die Zahl der Krankenhausaufenthalte und Todesfälle, die auf COVID-19 zurückgeführt wurden, seit Mitte Dezember stetig gesunken. […]

Die Frage nach den britischen, südafrikanischen und brasilianischen „neuen Varianten“ des COVID-19 Virus wird wahrscheinlich der nächste Test für die Zuverlässigkeit der Vorhersagen der Task Force sein.

Zur Frage der neuen Varianten, also Mutationen, warnte Task Force-Chef Martin Ackermann am 9. Februar, dass die Mutation 50 Prozent ansteckender sei als die Ursprungsvariante. Dazu äußerte sich der Epidemiologe Marcel Tanner der seit kurzem Ex-Mitglied der Task Force und aktuell Präsident der Akademien der Wissenschaften ist. Wörtlich sagte er: „Wer immer nur warnt und Angst schürt, kommt kaum zum Ziel.“ Gegenüber den Tamedia-Zeitungen stellte er klar, dass die neuen Varianten des Coronavirus nicht pathogener, das heißt nicht krankheitserregender als das Original seien.

Auch die beiden Journalistinnen Catherine Riva und Serena Tinari finden es in den Schlussfolgerungen ihrer Analyse etwas beunruhigend, festzustellen, dass diese angeblichen Experten für öffentliche Gesundheitspolitik offenbar wenig Gewicht darauflegen würden, provokative Aussagen zu vermeiden. Damit würde die Öffentlichkeit beunruhigt und verängstigt. Die Bevölkerung befinde sich seit mehr als einem Jahr in einem permanenten Angstzustand und muss täglich sowohl mit alarmierender Medienberichterstattung als auch mit der unbestrittenen Las

Zum Schluss der Sendung sei noch auf den heiklen Punkt der Interessenbindungen hingewiesen. Währenddem bei vielen Mitgliedern der Science Task Force keine Interessenbindungen angegeben sind, kann bei einigen ersehen werden, dass sie in Verbindung mit der WHO und Pharmakonzernen stehen. Weiter gehören 13 der rund 70 Mitglieder der ETH Zürich an und weitere 22 den großen Universitäten in Lausanne, Genf, Bern und Zürich. Im Impressum der Webseite der Corona-Task Force wird der ETH-Rat angegeben. Pikantes Detail: Laut der Webseite der Bill & Melinda Gates Stiftung, haben die ETH im Zeitraum von 2010 bis 2019 über 10,5 Millionen US-Dollar und die vier Universitäten insgesamt über 8,5 Millionen US-Dollar von der Stiftung erhalten. Kla.TV berichtete auch schon im Juni 2020 über Verstrickungen zwischen der Schweizer Regierung im Zusammenhang mit der Arzneimittel-Zulassungsbehörde Swissmedic und der Stiftung von Bill & Melinda Gates. Die Frage sei an dieser Stelle erlaubt, ob mit derartigen Zahlungen die Unabhängigkeit der ETH und der Universitäten noch gewährleistet ist?

Vollständige Analyse unter:

https://www.re-check.ch/wordpress/fr/wissenschaft-pandemie-task-force/ ]

 


Quellen/Links: Medienmitteilung des Bundes zur Einsetzung der Task Force
Parlamentarische Anfrage zur Task Force

Kommentar des Medinside - Verlegers Christian Fehrlin
Vollständige Analyse und Kommentar von Catherine Riva und Serena Tinari
Zusammenfassung der Analyse und Kommentar von Catherine Riva und Serena Tinari
Das politische System in der Schweiz: Die Gewaltenteilung

Bundesgesetz über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (Öffentlichkeitsgesetz, BGÖ)

Task Force – Präsident Martin Ackermann zur Gefährlichkeit der Mutation
Ex -Task Force-Mitglied Tanner sagt, dass Mutation nicht ansteckender sei

Spenden der Bill & Melinda Gates Stiftung an ETH und Universitäten
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